11. Woche: Ich werd schon dick

umstandsmodeUnfassbar. Ich bin kurz vor Beginn der 12. Woche und ich bekomme ein Bäuchlein. Meine einzige Kollegin, die eingeweiht ist, lacht sich schon kaputt. „Das kannst du nicht mehr verbergen“, meint sie. Die Hosen kneifen und ich muss mir bei mancher Jeans schon mit einem Haarband den obersten Knopf zusammenbinden. Meine Frauenärztin erzählte mir schon, dass der Fundusstand bei Zwillingsschwangeren anders ist als bei einer Einlingsschwangerschaft.

Lustig, zwei Worte, die ich in meinem Leben noch nie gehört habe. Herzlich Willkommen in der Welt der Schwangeren….Also gut, wenn ein Baby im Bauch einer Schwangeren ist, ist das also eine Einlingsschwangerschaft. Und der Fundusstand zeigt an, wie groß die Gebärmutter ist. Im Mutterpass wird das wohl notiert: S steht dabei für das Schambein, N für den Nabel und Rb für den Rippenbogen. Wer schwanger ist oder es schon mal war, weiß das. Für mich ist es absolutes Neuland.

Früher hat mich das kein bisschen interessiert und jetzt bin ich auf einmal voll drin in der Welt der Schwangeren. Das ist eine komplett andere Welt. Schon allein die Liste an Nahrungsmitteln, die jetzt tabu sind. Wobei die einen sagen, das sei doch völlig egal und übertrieben. Während andere meinen, man würde sein ungeborenes Kind völlig unnötig in Gefahr bringen, wenn man Rohmilchkäse, Sushi oder Roastbeef isst.

Und dann noch dieses seltsame Phänomen: Alle sagen, wenn du schwanger bist, siehst du nur noch Schwangere. Absolut! Das kann ich bestätigen. Und: Ich sehe nur noch Zwillinge. Die ganze Stadt ist voll mit Frauen, die einen superbreiten Zwillingswagen vor sich her schieben. Viele sehen sehr müde aus, sehr gestresst und manche sehen überglücklich aus.

Wie auch immer: Ich bin weit davon entfernt, eine Zwillingsmama zu sein. Das hat noch Zeit. Jetzt brauche ich erst einmal neue Klamotten und klicke mich schon mal durch die Umstandsmode. Allerdings habe ich mir fest vorgenommen, erst etwas zu kaufen, wenn ich im dritten Monat bin. Solange müssen die Haarbänder an der Hose halten.

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