12.10.2013 – Ein eingespieltes Team

Meine Hebamme hat mir in der Wochenbettzeit gesagt, dass es ungefähr drei Monate dauert, bis man sich richtig kennengelernt hat.

Sie hatte recht – die ersten drei Monate sind fast vorbei und endlich habe ich das Gefühl, zu wissen, was ich tue. Karla weint jetzt viel weniger und die Bauchschmerzen, die ihr das Leben in den ersten Wochen so schwer gemacht haben sind endlich vorbei. Wir haben nun auch einen festen Tagesrhythmus: Sie schläft vormittags, mittags und nachmittags jeweils eine knappe Stunde – Zeit, die ich für mich (und den Haushalt habe). Es tut gut, nicht mehr alles so schleifen lassen zu müssen. Und auch nachts schläft sie mittlerweile in ihrem eigenen Bettchen (zumindest die erste Nachthälfte). Ich trage sie zwar immer noch, bis sie schlummert, aber da mache ich mir keinen Stress – im Tragetuch geht das meist recht schnell und wir sind mittlerweile Profis, wenn es darum geht, sie vom Tuch in den Schlafsack und dann ins Bett umzulagern.

Auch das Stillen klappt super. Mittlerweile kann ich sie fast in jeder Situation kurz anlegen, ohne dass ich mir komisch vorkomme. Und es ist einfach praktisch – wenn ich mir vorstelle, ich müsste jedesmal ein Fläschen zubereiten, wenn sie Hunger bekommt… Trotzdem fände ich es irgendwie gut, wenn sie die Flasche akzeptieren würde. Ich habe nämlich schon das Gefühl, dass ich mal eine Auszeit gebrauchen könnte – und sei es nur ein schöner Abend mit Freundinnen, Theater und vielleicht ein bisschen Tanz. Dazu gehört dann eben auch ein schöner Prosecco – und zwar ohne schlechtes Gewissen.

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