Den Endspurt gelassener nehmen, oder: Der Mutterschutz kommt!

Oh je, in letzter Zeit schlaucht mich die Arbeit wirklich sehr. Einerseits lag das sicherlich daran, dass ich zwei Wochen lang Urlaubsvertretung für meine Kollegen gemacht habe. Während die meisten Baustellen recht ruhig waren und der Polier nur ab und zu meine Unterstützung brauchte, ging es auf einer Baustelle rund (und das scheint dort Dauerzustand zu sein): Pläne wurden andauernd und bis zum Einbautag verändert, Absprachen nicht eingehalten und der Platz mitten in der Innenstadt ist extrem eng. Ich habe drei Kreuze geschlagen, als ich diese wieder abgeben durfte!

Bei meiner eigenen Problembaustelle konnten wir ja kürzlich endlich Richtfest feiern. Hier gibt es jetzt nur noch Kleinigkeiten, die in Ordnung gebracht werden müssen (nachdem die großen Kleinigkeiten, die mir schlaflose Nächte bereitet hatten nun einigermaßen abgearbeitet sind). Schöner Nebeneffekt: Ich muss nicht mehr jeden morgen um halb 8 Uhr ins 3. UG und dann ins 7. OG klettern. Meine Kondition lässt nämlich mittlerweile etwas zu wünschen übrig. Das ist auch der andere Grund, warum ich die Arbeit zur Zeit so anstrengend finde: Mein Bauch wird kugelig und ist mit am Schreibtisch, beim Aktentragen, Autofahren, Beton begutachten, messen, und allem, was sonst noch so anfällt, immer öfter im Weg. Das Kind strampelt gerade wenn ich mich nach dem Morgen an der Baustelle im Büro an meinen Schreibtisch setze besonders fleißig. Die Chefin hat es sich angewöhnt, täglich genau danach zu fragen, “Tritts a fleißig?”. Immerhin stimmt sie das bei der wöchentlichen Einnahmen-Ausgaben-Rechnung mir gegenüber etwas milder…

Ich versuche jetzt, die letzten beiden Wochen vor dem Mutterschutz noch etwas gelassener zu nehmen. Es muss nicht gleich “nach mir die Sintflut” sein, aber ich muss auch nicht alles ins Lot bringen – das würde ich auch gar nicht schaffen. Ein bisschen mehr Tee trinken, ein bisschen mehr Mittagspause machen und “pünktlich” nach Hause gehen. Seit September mache ich einmal die Woche Schwangerenyoga. Beim ersten Mal war ich noch ein richtiges Steiftier und mir wurde schmerzlich bewusst, wie wenig ich meinen Körper in den letzten Monaten geschmeidig gehalten habe. Beim nächsten Mal lief es dann schon ein wenig besser, aber vielleicht gönne ich mir bald doch noch eine zusätzliche Massage?

Ganz in dem Sinne habe ich heute nach meinem Baustellenbesuch in der Innenstadt noch einen Abstecher zum Viktualienmarkt gemacht und mir im Café Frischhut eine Schmalznudel gegönnt. Mit Zucker bitte.

 

Quelle: Bild © Privat

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