Weltstillmeisterin

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Guten Morgen da draußen!

Passend zur Weltstillwoche und zu meinem hungrigen kleinen Sohn stille ich, was das Zeug hält.

Er ist ein richtiger Genießer, macht jauchzende, engelsgleiche Geräusche dabei und: kann nicht genug kriegen. Und ich mach mittlerweile leider schmerzerfüllte und wimmernde Geräusche dabei, weil es so weh tut und all die Salben, die ich benutze, den überforderten Brustwarzen keinerlei Hilfe sind. Aber auch dieser Schmerz wird gehen mit der Zeit. Ich versuche nun, einen Schnuller einzusetzen. Es klappt noch nicht wirklich. Er weiß nicht, was er damit soll. Dazu esse ich permanent. Wenn ich mal zwei Stunden nichts gegessen habe, denkt mein Körper bereits, er verhungere, und der Kreislauf klappt zusammen. Aber es gibt schlimmeres als ständig zu essen. Mein Mann hat langsam keine Lust auf Kochen. Von daher bestellen wir jetzt auch von irgendwelchen Restaurants in unserer Nähe. Was für ein Leben. Aber man ist halt um jede Möglichkeit dankbar, dieses babyfixierte Dasein ein wenig einfacher zu machen. Trotz dieser Schmerzen und dieser ständigen Bereitschaft meinem Sohn gegenüber bin ich sehr froh, dass das mit dem Stillen überhaupt so gut klappt. Viele können ja nicht, viele wollen nicht. Ich finde, man sollte da dem Wunder der Natur keinen Strich durch die Rechnung machen. Es gibt nichts gesünderes als Muttermilch, wenn man so klein ist. Gerade habe ich noch einen Artikel über Colostrum gelesen, die erste Muttermilch der Kühe, Schafe, Ziege. Hochleistungssportler benutzen das als eine Art natürliches Doping. Für andere wird es z.B. zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt. Das menschliche Colostrum ist genauso gut. Ich war immer schon infektanfällig. Wer weiß, vielleicht liegt es ja daran, dass ich eben nicht gestillt wurde.

6 Gedanken zu “Weltstillmeisterin

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