Home Sweet Home… endlich daheim!

Wenn mir früher über Geburt und Babys erzählt wurde, fand ich eine Sache sehr erschreckend: Das Baby ist da, man wird im Krankenhaus umsorgt und gepflegt, ständig ist jemand da, der Fragen beantwortet oder hilft und dann muss man nach Hause. Alleine. Ohne Hebamme und Krankenhauspersonal. Der blanke Horror! Doch jetzt befinde ich mich in derselben Situation und kann es gar nicht erwarten.

Ich habe keine Lust mehr, hier rumzuliegen. Mir geht es gut, Leopold auch, das Stillen klappt super, keine Schmerzen. Zum Glück habe ich ein Einzelzimmer, sonst würde ich Wahnsinnig werden. Hier sind wohl viele Schreibabys auf die Welt gekommen. Die ganze Nacht höre ich es aus den Nebenzimmern plärren und dann wird nach der Nachtschwester geklingelt. Mein Kleiner ist dagegen tiefenentspannt und nur am schlafen und essen. Ich klingel nach niemanden und finde es eher nervig, dass ständig eine Krankenschwester oder Ärztin oder Hebamme reinplatzt und mir erzählt, wie ich was zu tun habe. Tag und Nacht. Ganz anders, als gedacht. Ich will hier raus und das darf ich jetzt auch.

Mein Freund holt uns ab und ich ziehe den Kleinen zum ersten Mal richtig an. Also volle Montur. Süß sieht er aus. Und so winzig. Er versinkt regelrecht in der Jacke. Mit seinen 51cm und 3020g Geburtsgewicht, gehört er ja nicht zu den Größten. Zum Glück 😉
Ich bin so aufgeregt. Endlich heim. Wie wird es ihm wohl gefallen? Hoffentlich fühlt er sich pudelwohl und bleibt genauso lieb und ruhig wie die letzten Tage. Seine erste Autofahrt verschläft er auf jeden Fall schon mal. Egal, da werden noch viele andere folgen.

Endlich biegen wir in unsere Straße ein und ich fange an zu weinen. Da steht ein bunter Kindsbaum! Meine Schwester und ihr Mann haben sich ganz schön ins Zeug gelegt. Ich bin sowas von gerührt. Da spielen bestimmt auch ein paar Hormone mit, aber damit habe ich nicht gerechnet. Ein tolles Willkommensgeschenk.

Jetzt nix wie rein in die gute Stube. Ich lege den Kleinen gleich in meine alte Babywiege, denn er verpennt gerade auch seinen ersten „Hallo-hier-wohnst-du-kleiner-Schatz-Moment“. Aber er fühlt sich wohl und das ist die Hauptsache. Und jetzt? Die Wohnung ist geputzt, eine leckere Suppe steht im Kühlschrank. Mann und Mutti haben vorgesorgt. Ok, dann entspanne ich einfach. Es wird bestimmt noch hektisch genug, bis sich alles eingependelt hat. Jetzt fängt es an, das neue Leben…

Quelle: Bild © Privat

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