Hilfe in Anspruch nehmen ist wichtig.

holdirhilfeHallo, ich habe leider kaum Zeit mich regelmäßiger zu melden: da Alleinerziehend, arbeitend und Dauer Terror mit dem Ex (was das Hauptproblem ist).

Für die, die mich noch nicht kennen. Ich habe die komplette Schwangerschaft bis 15 Wochen nach der Geburt unter häuslicher Gewalt gelitten und leider hört der Terror auch  nach der Trennung nicht auf. Wir haben einen gemeinsamen Sohn und somit muss ich den Kontakt halten, obwohl ich das nicht möchte.

Ich mache das Ganze jetzt schon so lange mit, dass ich die Hoffnung, dass sich daran etwas ändern wird, schon fast aufgegeben habe. Das war keine normale Beziehung, keine normale Trennung und es ist auch jetzt nicht „normal“.

Die Trennung ist jetzt über 1 Jahr her. Die Nachbarn haben die Polizei & den Krankenwagen gerufen. Er hat eine Anzeige wegen schwerer Körperverletzung erhalten. Unser Sohn war gerade mal 15 Wochen alt. Ich habe trotzdem geschwiegen, keine Aussage gemacht. Er hat alles abgestritten. Die Anzeige wurde deshalb eingestellt.

Jetzt habe ich keine Chance mehr das alleinige Sorgerecht zu erhalten. Ich war, wie komischerweise viele Frauen in dieser Situation, nicht fähig mich zu wehren und habe den gewaltätigen Partner sogar noch geschützt. Ich hatte Angst, war bereits so eingeschüchtert und habe an dem Wunsch nach einer Familie festgehalten. Immer wieder verziehen und gehofft.

Das Trauma, dass ich dadurch erlitten habe, nimmt einen großen Teil meines Lebens ein.  Es geht mir zwar langsam besser, aber es ist ein langer Weg und harte Arbeit, wenn man keinen Abstand zum „Täter“ haben kann, weil man ein gemeinsames Kind hat.

Es ist absoluter Pyschoterror, täglich.

Ich habe mich jetzt endlich an die Frauenhilfe München gewendet und habe dort eine sehr gute Beratung erhalten.

Ich kann nur allen Schwangeren oder Müttern, die ähnliches durchmachen raten, sich bei entsprechenden Vereinen/ Beratungsstellen zu melden und keine Angst mehr zu haben.

Ich beantrage jetzt Beratungskostenhilfe beim Amtsgericht und erhalte dann eine Anwältin über die Frauenhilfe, die mich erstmals aufklärt, welche Möglichkeiten mein Sohn und ich in dieser extremen Situation haben.

Ebenso bin ich seit ein paar Monaten Mitglied bei VAMV. Dort ist man zwar nicht auf häusliche Gewalt spezialisiert, aber man erhält trotzdem eine sehr gute Beratung & Unterstützung in allen Bereichen.

Ich möchte mit diesem Post sagen, dass egal was für ein Problem besteht, während der Schwangerschaft und auch danach, sei es Alkohol, Gewalt in jeglicher Form, finanzielle Not, etc. Es gibt viele Möglichkeiten sich Hilfe zu holen. Ich weiß, es ist schwer, man möchte sich Anfangs viele Dinge selbst nicht eingestehen, denkt, man schafft das irgendwie selbst oder schämt sich, aber es ist wichtig, irgendwann zu handeln und Hilfe in Anspruch zu nehmen. Für sein(e) Kind(er) und sich selbst.

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