Junis heisst der Kleine…

B_26Er hat lange auf sich warten lassen bis er am 18. November dann plötzlich in einem rasanten Tempo da war! Junis heisst der Kleine und ist ein ziemlich feines Kerlchen. Uns geht es allen prächtig. Und ich bin ganz schön erleichtert die Geburt hinter mir zu haben! Nicht, dass sie kompliziert war, im Gegenteil alles lief super, keine Komplikationen, Baby in Topform, Mutter auch. Aber sie hat mich ganz schön überwältigt. Um 10 Uhr sind wir im Geburtshaus angekommen, um 10:45 Uhr war er da. Ziemlich knapp an einer Hausgeburt vorbei.

Ich war an dem Morgen sehr früh mit leichten Wehen aufgewacht. Eine Weile saß ich alleine in der Küche, habe Tee getrunken und mich hin und wieder auf das Veratmen einer Wehe konzentriert. Später, als Laurenz dann im Kindergarten war und die Wehen etwas regelmässiger kamen, habe ich meine Hebamme angerufen. Sie meinte, sie würde mal bei uns zuhause vorbei schauen. In dem Moment als ich aufgelegt habe, ist die Fruchtblase geplatzt und ich habe sie direkt noch mal angerufen, das Telefon hatte ich quasi noch in der Hand. Dann treffen wir uns lieber gleich im Geburtshaus, das geht dann doch manchmal etwas schneller… So war es dann auch. Ich schnell unter die Dusche, frische Hose an, Taxi gerufen, Hugo klar gemacht, dass wir jetzt wirklich SOFORT los müssen (denn plötzlich wurden die Wehen auch wirklich stärker und eine ziemliche Unruhe überkam mich).

Ach wie gut, dass das Geburtshaus so nah ist! Ursprünglich hatte ich mir ja ausgemalt hin zu laufen. Daran war natürlich jetzt nicht mehr zu denken. Im Taxi ging es ja noch, aber kaum waren wir im Geburtshaus angekommen da wurde mir plötzlich kotzübel und die Wehen wurden immer stärker und schmerzhafter. Das Atmen half da auch nicht viel und gaaanz entspannt bleiben ging auch nicht so recht ;-). Von wegen Hypnobirthing! dachte ich mir. Aber zu dem Zeitpunkt wusste ich ja nicht, dass die Geburt auch gleich schon vorbei sein würde.

ich glaube ich war leicht geschockt, als plötzlich mein kleines Baby vor mir lag. Dann total erleichtert und unendlich dankbar und glücklich. Hugo ist die ganze zeit total ruhig und entspannt geblieben, als wäre eine Geburt das normalste der Welt. Naja, ist es ja auch irgendwie…aber auch ein totaler Ausnahmezustand!
Der kleine Junis hat gleich mal eine Stunde getrunken. Wahnsinn, was so Neugeborene für starke Instinkte haben! Es war super entspannt, die Hebamme ist nur hin und wieder in den Raum gekommen. Wollt ihr anstossen? Hugo und ich schauen uns an und sagen wie aus einem Mund: Nein, danke.

Eine Stunde später sassen wir wieder im Taxi auf dem Weg nach Hause, diesmal zu Dritt  – Wie wunderbar! 🙂

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