Aber was ist, wenn….

Eine Woche stiller, aber unheimlich inniger Freude ist nun seit dem Schwangerschaftstest vergangen, in der wir unsere Neuigkeit wie einen Schatz tragen. Allerdings stellt mir meine bessere Hälfte jeden Abend die gleiche Frage und die hat wirklich nichts mit Romantik, sondern mit ziemlich großer Sorge zu tun.

Schon immer vertrete ich die Ansicht, dass es nur dann sinnvoll ist einen Beruf auszuüben, wenn man Feuer und Flamme dafür ist und sich in selbigen auch wohlfühlt. Ich arbeite mit Kindern und liebe die Arbeit über alles. Aber nun gibt es eine Hürde, die ich mit meinem Wissen um die Schwangerschaft überwinden muss und genau auf diese bezieht sich Toms allabendliche Frage: ‚Hast in der Arbeit schon darüber gesprochen?‘

Es ist nämlich so, dass Menschen die mit kleinen Kindern, insbesondere mit Wickelkindern, arbeiten beim Bekanntwerden ihrer Schwangerschaft vom Vorgesetzten zum Betriebsarzt geschickt werden, um einige Titer bestimmen zu lassen (z.B. gegen Cytomegalie, Masern usw.), und die schwangere Arbeitnehmerin so vor eventuellen Gefahren zu schützen. An sich eine wunderbare und sinnige Sache, aber ich habe so enorme Angst, dass einer dieser Titer bei mir nicht vorhanden sein könnte und ich deswegen ein Beschäftigungsverbot bekomme, dass ich mich bis jetzt irgendwie vor diesem Gespräch mit meinem Vorgesetzten scheue. Ich habe diese Angst, weil ich mir bewusst bin, dass noch einiges in der Schwangerschaft schief gehen könnte und sich eine so frühe Bekanntgabe im Job irgendwie sehr seltsam anfühlt. Zudem frage ich mich immer wieder: ‚Aber was ist, wenn einer dieser Titer nicht da ist? Was mach ich denn dann? Ich bin von heute auf morgen weg. Und vor allem, was mach ich dann mit der ganzen Zeit?‘ Vielleicht lacht ihr jetzt darüber, aber für mich ist das wirklich ein Thema. Tom arbeitet natürlich Montag bis Freitag und auch alle meine näheren Bekannten tun dies ebenso. Was soll ich also tun? Und mit wem?

Gestern saßen wir zusammen auf der Couch, sahen einen meiner Lieblingsfilme und genossen den ruhigen Abend. Wieder wandte sich Tom an mich fragte: ‚Redest du am Montag darüber?‘ Er machte sich Sorgen und es war ihm einfach wichtig, dass wir auf der sicheren Seite stehen, egal ob ich die Schwangerschaft dann im Job oder zuhause verbringen würde.

Also werde ich am Montag zur Arbeit gehen und ein Gespräch suchen, in dem ich die Karten auf den Tisch lege. Mein Bauch flattert unglaublich, wenn ich daran denke und ich hoffe nur das Beste für mich, aber noch mehr für das kleine Mäuschen, das in mir wächst. Auch wenn es schwer und ungewohnt für mich wird, will ich kein Risiko für mein Baby eingehen.

Drückt mir die Daumen 😉

Bild: Creative Commons

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