Wie soll man das vorher schon wissen?

Heute morgen saß ich gemütlich ein einem Café. Mittlerweile habe ich Latte Macchiato für mein schwangerschaftliches Ich entdeckt. Schmeckt nach Kaffee aber doch leichter und cremiger, aber der – sonst so wohltuende – Kaffeegeruch vermiest mir den Genuss nicht. Am Nebentisch gaben sich verschiedenste Grüppchen und Paare die Stühle in die Hand. Ganz zum Schluß zwei Frauen, offensichtlich Arbeitskolleginnen, die sich zu Tee und Prosecco trafen – um auf das kleine Baby im Arm der einen anzustoßen. Die Unterhaltung kreiste um die Arbeit: Wie abgefahren die Weihnachtsfeier wieder sein würde, der neueste Tratsch im Team und wie herzlich sich die Vorgesetzten doch vor dem Mutterschutz verabschiedeten hatten und wie sehr sie sich schon auf ein Wiedersehen freuen würden.

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Den Endspurt gelassener nehmen, oder: Der Mutterschutz kommt!

Oh je, in letzter Zeit schlaucht mich die Arbeit wirklich sehr. Einerseits lag das sicherlich daran, dass ich zwei Wochen lang Urlaubsvertretung für meine Kollegen gemacht habe. Während die meisten Baustellen recht ruhig waren und der Polier nur ab und zu meine Unterstützung brauchte, ging es auf einer Baustelle rund (und das scheint dort Dauerzustand zu sein): Pläne wurden andauernd und bis zum Einbautag verändert, Absprachen nicht eingehalten und der Platz mitten in der Innenstadt ist extrem eng. Ich habe drei Kreuze geschlagen, als ich diese wieder abgeben durfte! Weiterlesen

Wie sag ichs meinem Chef?

In meinem Bewerbungsgespräch war mir noch gesagt worden, ich würde voraussichtlich nach sechs Monaten meine erste eigene Baustelle zugeteilt bekommen. Aber wie das so ist im Leben, kommt es anders als man denkt. Tatsächlich hatte ich mehr oder weniger meine erste Baustelle etwa drei bis vier Wochen nach dem ich angefangen hatte. Natürlich mit Oberbauleiter im Hintergrund (bzw. zwangsweise öfters auch im Vordergrund), aber doch offiziell verantwortlich.

Das Projekt scheint mir ein wenig ein Desaster zu sein – von Anfang an und nicht erst, seit ich drauf bin. Aus meinem Team höre ich immer wieder “Wenn die erst mal aus dem Dreck raus sind, dann läuft.” Sprich, wenn der Erdgeschossboden betoniert ist, normalisiert sich alles. Das war jetzt vor 6 Wochen und ich hab das Gefühl, gar nicht normalisiert sich. Es sei denn, das hier ist der Normalzustand.

Zu allem Übel ist eine Baustelle ja nicht auslastend für einen Bauleiter. Meine neue steht also schon in den Startlöchern. Und an manchen Tagen bin ich tatsächlich froh darüber, mich einfach wo einlesen und eindecken zu können, ohne dass daraus direkt Fristen und Dringen-Machen-Listen entstehen. Das sind wahrscheinlich die Tage, an denen ich mittags nicht so müde bin. An manchen Tagen beneide ich auch furchtbar die ganzen Radler auf dem Weg zur Arbeit, die mir entlang der Isar begegnen, wenn ich von der Baustelle aus ins Büro fahre. Ich vermisse mein Rad und ein wenig mehr Bewegung würde meinem Körper auch oder besonders jetzt ganz gut tun. Dann denke ich schon manchmal “Was, wenn ich den Job bei der Stadt angenommen hätte…” Auch langfristig wäre da bestimmt vielen einfacher gewesen. Aber, es war ja alles nicht direkt so geplant gewesen und überhaupt sind solche Überlegungen müßig. Ich werd schon sehen, wie es weitergeht.

Als mein Oberbauleiter (sprich direkter Vorgesetzter und Teamleiter) mir von der neuen Baustelle erzählt hat, muss ich sagen, war ich schon erst mal stolz. Ich mein, das heißt ja auch, dass ich mich irgendwie ganz geschickt anstellen muss – trotz Müdigkeit. Da musste ich es ihm dann aber doch endlich sagen. “Ja, gerne übernehme ich die Baustelle. Aber vom Zeitplan her müssen wir uns ranhalten. Ab Oktober bin ich nämlich im Mutterschutz.” Einen Moment musste er sich sammeln, aber dann kam ein breites Grinsen über sein Gesicht. Ein Glück, jetzt ist mir der Stein auch vom Herzen.

Kaffeekränzchen mit den Jungs

Die Arbeit macht mich zur Zeit so fertig, dass ich kaum noch zu was anderem komme. Ein Kollege hat aufgehört und ich durfte gleich seine Projekte übernehmen. Spannend ist es ja, aber auch so viel Neues! So viel worauf ich achten muss, das ich erledigen muss, abheften, Leute anschreiben, bestellen, überprüfen, drängen, beschweren, selten loben. Und immer wieder die Kaffeerunde.

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Ich kann keinen Tee mehr sehen

Ach es hat mich mal wieder erwischt… Liege total flach, bin für 10 Tage krank geschrieben. Bei mir in der Arbeit müssen sie auch denken ich spinne, so kurz nach den Feiertagen gleich wieder 1,5 Wochen nicht da. Aber was soll ich machen, irgendwie 9-10 Stunden im Büro rumsitzen, und dabei gar nichts auf die Reihe bringen, macht ja auch keinen Sinn. Weiterlesen

Familienfreude

herbsttag

Im Moment ist alles richtig gut. 15 Wochen sind vorbei, wirklich weniger müde bin ich nicht, da hätte ich mir mehr erhofft, aber immerhin bin ich gerade mal nicht krank.

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Was für eine Woche..!

teekanne-ripp

Also nachdem die Schwangerschaft mit meiner Kleinen vor drei Jahren total entspannt war, ist es schon etwas anders mit Kind und Vollzeitjob. Das letzte Mal habe ich gefreelanced 20 Stunden im Büro und den Rest im Homeoffice und hatte ja noch kein Kind. Jetzt bin ich doch gleich mal krank geworden: Mandelentzündung…

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15.03.14 Aus der Traum

Aus der Traum - Sizilien bei Nacht.. Ich bilde mir ein, ich habe bereits ein kleines Bäuchlein. Vielleicht hab ich auf Sizilien auch einfach nur zu viel gegessen. Kann genauso gut sein. Ich bin mal gespannt, ob ich zu denen gehöre, die überall dicker werden oder nur am Bauch. Ich hatte früher immer ein sehr… romantisches (?) Bild von mir als Schwangere. Weiterlesen

26.4.2013 Die Arbeit ist anstrengend

Zur Zeit ist wieder die Hölle los in der Arbeit. Die Kollegen nehmen überhaupt keine Rücksicht auf meine momentane Situation. Nein, ganz im Gegenteil, ich bekomme sogar noch mehr Arbeit aufgedrückt als sonst. Am liebsten würde ich mich einfach krank schreiben lassen aber dann muss die arme Petra in den sauren Apfel beissen und die kann schliesslich auch nichts dafür. Heute habe ich wiedermal totale Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen bekommen weil ich so viel verschiedenes machen musste und ständig das Telefon klingelte. Von wegen „easy friday“. Als ich dann endlich um 15:30 gehen wollte, kam schon wieder einer in mein Büro, ob ich nicht noch schnell einen Auftrag eingeben könne. Nein, sagte ich, tut mir leid, ich muss jetzt meine Kinder abholen und wenn es unbedingt heute noch sein müsse, solle er sich jetzt an meinem Chef wenden. Tja, was soll ich machen, geht ja nicht anders. Gott sei Dank ist jetzt Wochenende und Gott sei Dank ist das alles absehbar.

Durch die Schwangerschaftshormone interessiert mich die Thematik in der Arbeit so gar nicht mehr und es kommt mir alles völlig sinnentleert vor was ich da tun muß und ich denke nur noch an Babykram. Ich freue mich schon richtig auf den Mutterschutz und die Elternzeit.

24.3.2013: Eine anstrengende Woche

Mein Mann war geschäftlich eine Woche in USA. Gott sei Dank kommt er heute wieder.

Ausgerechnet am Geburtstag von Phillip war er nicht da. Er ist am Freitag sieben geworden. Er wollte unbedingt an seinem Geburtstag feiern, also haben wir die Oma zum helfen bestellt, die jetzt leider nicht kommen konnte, da Sie auf eine Beerdigung musste. Weiterlesen