16.1.2014 Es schreit nach Rotwein!

Leere Rotwein Gläser auf einer Bar ... CC0 1.0 Es gibt sie. Die Tage, an denen ich wirklich Bock hätte, mich mit einigen Gläsern Rotwein zu bespaßen. Momentan sind diese Tage sogar recht häufig. Bei uns ist gerade sehr viel los Zuhause und darunter ist auch so mancher emotionaler Stress, der sich leider nicht vermeiden lässt.

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23.11.2013 – Auch ich sage „Tschüss“

Zuerst möchte ich an dieser Stelle den frischgebackenen Vater Carsten beglückwünschen. Und natürlich: Herzlich Willkommen, kleiner Lukas!

Für mich ist es heute an der Zeit, den Lesern bei Schwanger? Null Promille! auf Wiedersehen zu sagen. Es ist jetzt gut ein Jahr her, dass sich mein Leben durch einen Plastikstab zum Daraufpinkeln komplett verändert hat.

Ich würde meinen, es hat sich weiterentwickelt. Statt jedes Wochenende mit Freunden um die Häuser zu ziehen, wechsele ich jetzt Windeln und gehe endlos spazieren. Manche meiner Party-Freunde haben sich zurückgezogen, das Happy-Family-Ding ist wohl nichts für sie. Und vielleicht ist es auch öde, sich dauernd Weißt-Du-was-Karla-schon-kann-Geschichten anzuhören. Für mich sind das aber die Geschichten, die die Welt bewegen.

Natürlich blicke ich auch manchmal zurück und denke: „Es war schön, frei und ungebunden tun und lassen zu können, was man will.“ Aber ich muss nur mein kleines Mädchen ansehen, sehen wie sie mich anlacht und ich weiß: Das ist es! Wahres Glück.

Karla 4 Monate

Natürlich muss man auf Einiges verzichten, aber ganz ehrlich: Das sind doch in weiten Teilen Dinge, die einem eh nur geschadet haben – ich denke da hauptsächlich an Alkohol und Zigaretten.

Für mich waren besonders die Glimmstängel eine echte Herausforderung, vor allem zu Beginn der Schwangerschaft. Man sieht und fühlt das neue Leben in sich ja noch nicht direkt und der Alltag läuft einfach ganz normal weiter, samt Bürostress und anderen Widrigkeiten. Ich kann selbst nach einem Jahr weitestgehender Abstinenz immer noch nicht von mir behaupten, ich wäre dahingehend über den Berg.

Auf den Alkohol zu verzichten, ist mir leichter gefallen. Wahrscheinlich war hier einfach die Gewöhnung nicht so groß. Trotzdem bin auch ich immer wieder in Situationen gekommen, in denen ich gerne ein Glas getrunken hätte.

Man muss sich immer vor Augen halten, dass Gesundheit und Wohlergehen des ungeborenen Kindes oberste Priorität haben. Alkohol passt da nicht ins Bild!

 

Ich wünsche Euch alles Gute! Eure Louise

 

11.09.2013 – Wow!

Es ist der Hammer, wie sehr sich mein kleines Mädchen schon entwickelt hat. Am Anfang hat sie so zerbrechlich gewirkt – und ein bisschen alien-mäßig. Jetzt ist aus ihr schon ein richtiges kleines Menschlein geworden. Sie schielt nicht mehr so quer an einem vorbei, sondern fixiert richtig – man kann Blickkontakt herstellen. Sie greift und spielt mit Tüchern. Und wenn man sie auf den Bauch legt, dann kann sie ihren Kopf schon eine gute Weile oben halten. Fast zwei Monate ist sie jetzt alt. Ich bin gespannt, was da noch kommt!

2 Monate

Große Lust auf Alkohol habe ich immer noch nicht, aber ich muss gestehen, dass ich kürzlich ein Glas Weißwein mit meinem Mann getrunken habe. Karla war im Bett und da sie zur Zeit eine wirklich lange erste Schlafphase hat, war das auch ok. Aber es ist wie verhext: Sobald ich einen Schluck Alkohol getrunken habe, bekomme ich sofort Lust auf eine Zigarette. Geraucht habe ich natürlich nicht, aber ich dachte, das Thema wäre endlich durch – Pustekuchen. Finde ich gar nicht gut.

Und natürlich: Herzlich willkommen, kleiner Janosch! Alles Gute, liebe Andrea!

 

03.06.2013 – Der letzte Monat

Heute in einem Monat ist Schluss mit „Two in One“! Hoffentlich, ich habe nämlich wirklich keine Lust darauf über den Termin zu kommen. Ich stell mir das furchtbar vor, die Warterei nervt jetzt schon tierisch und dann steht man ja nur noch auf Abruf:

Nach dem errechneten Termin wird nämlich alle zwei Tage ein Herztöne-Check (nach 10 Tagen über Termin sogar täglich) fällig. Und mal ehrlich: Es ist zwar schön, das kleine Herzchen schlagen zu hören, aber man liegt immer mindestens eine Dreiviertelstunde auf dieser Pritsche, darf sich kaum bewegen (sonst verrutscht der Schallkopf) bekommt Rückenschmerzen und langweilt sich zu Tode – also ich hasse es. Außerdem nimmt man weiter zu (ich fühle mich jetzt schon wie ein Walross auf Landgang)!

35.SSW (+4 Tage)

Vielleicht beeilt sich mein Mädi aber auch! Wer weiß… Jetzt muss ich am Donnerstag erstmal zu der Ultraschall-Untersuchung in der Praxis, in der ich Karla (so soll sie heißen) zur Welt bringen werde. Ich bin schon ganz nervös – hoffentlich spricht nichts gegen die außerklinische Geburt! Ich habe nämlich gar keine Lust umzuplanen.

Heute ist auch der Tag, an dem Chris seinen zweiten „Solidaritätsmonat“ starten wird (das heißt auch für ihn weder Alkohol noch Zigaretten)! Der erste Versuch hat ja nicht so gut geklappt, ich bin gespannt, ob er’s diesmal durchhält!

04.04.2013 – Muffensausen

Der Countdown läuft – es sind nur noch acht Tage bis zu meiner Hochzeit. Langsam beschleicht mich doch ein kleines Gefühl der Panik: Wird mit dem Essen alles klappen? Und mit der Torte? Kommen die Gäste auch pünktlich zum Standesamt (in unseren Freundeskreisen gibt es nämlich durchaus eine latente Tendenz zum Bummeln)? Machen wir das Richtige?? Oder ist die Ehe nicht überhaupt ein antiquiertes Konstrukt, dass in der heutigen Zeit total fehl am Platz ist? Arrrgh! Ich muss mich entspannen, ich weiß das. Ist aber gar nicht so einfach… ich muss mir auch immer wieder sagen, dass mir auch hundert Flaschen Rotwein und zig Schachteln Ziggis jetzt nicht helfen würden. Ich denke stattdessen einfach ans Meer!

Entspann dich!

6.3.13 Es gibt ja so gemeine Menschen

Gestern Nachmittag ist mir etwas passiert, das mich völlig aus der Fassung gebracht hat. Phillip war sehr schwierig und hat überhaupt nicht auf mich gehört. Dann hatten wir auf dem Weg, um Luis von Gitarre ab zu holen einen Streit. Er hatte einen Anfall und hat die ganze Zeit rum gebrüllt, weil ich gesagt habe, wenn er sich so benimmt, dann darf er am Donnerstag nicht zu seinem Freund gehen. Dann hat mich doch glatt eine Frau von der anderen Straßenseite angesprochen, was ich da für „Machtspielchen“ mit meinem Kind betreibe und das das ja unmöglich sei und für alle Beteiligten nicht zu ertragen wäre. Ich entgegnete Ihr dann, das sie ja nicht beteiligt sei und das Sie das überhaupt nichts anginge. Dann hat Sie aber noch mal so was ähnliches gesagt, das war echt der Wahnsinn! Und das alles noch von der anderen Straßenseite rüber gerufen. Danach hat mich dann eine andere Frau angesprochen, wie unverschämt das von der war. Etwas später sind mir dann die Tränen gekommen und ich musste voll los heulen. Vor meinen Kindern wie blöd. Da hab ich mich echt überfordert gefühlt irgendwie. Danach hätte ich, das erste Mal seit Wochen, am liebsten ne Zigarette geraucht weil ich so nervös war. Wäre ich nicht schwanger, hätte ich an diesem Abend sicher was getrunken. Dafür geht es mir heute wieder besser, habe keinen Kater und bin froh das ich es geschafft habe, standhaft zu bleiben und nicht zu rauchen. Mein kleines Baby in mir kann schließlich auch nichts dafür. Nachdenklich stimmt es mich allerdings schon noch, was es manchmal für unverschämte Leute gibt.

19.02.2013 – Solidaritätsmonat

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mein Freund gar nicht versteht, wie sich die Schwangerschaft auf mein Leben auswirkt und dass ich es manchmal ganz schön schwierig finde, dass er einfach weiter machen kann wie bisher. Deshalb haben wir jetzt vereinbart, dass er im März solidarisch auf das Gleiche verzichtet wie ich. Also Steak nur durchgebraten, kein Sushi, keine Salami, kein roher Schinken, kein Rohmilchkäse und natürlich weder Alkohol noch Zigaretten. Ich bin mal gespannt, ob er das durchhält.

03.02.2013 – Ausgepowert

Die vergangene Woche war sooo anstrengend: Nachts werde ich mittlerweile fast stündlich wach, weil ich pinkeln muss. Ich habe gelesen, das würde den weiblichen Körper an den Rhythmus gewöhnen, den dann später das Neugeborene vorgibt – aber ganz ehrlich gesagt: Weiterlesen

08.01.2013 – Krank!

Leider muss ich sagen, dass sich die Erkältung nicht von selbst in Wohlgefallen aufgelöst hat. Gestern war ich beim Arzt und wurde auch direkt krankgeschrieben bis Freitag – ich kann also schön zuhause im Bett leiden. Ich soll Meerwasser-Nasenspray benutzen (für mich ist Nase-Dicht immer das Schlimmste am Krank-Sein), Thymian-Pastillen lutschen und viel trinken. Kein Day Med, Medi Night, Complex, Aspirin, ACC und was einem normalerweise sonst noch so das Gefühl gibt, man würde etwas tun gegen das Siechtum. Naja, ich werd’s schon überleben – und wenigstens habe ich ausnahmsweise überhaupt keine Lust auf Zigaretten. Wenn das nur immer so wäre.