… wenn ich mehr über FAS wissen möchte

… wenn mein Kind an FAS leidet

Kinder, die mit fetalen Alkohol-Spektrum-Störungen auf die Welt kommen, haben es nicht leicht. Oft ist es ein langer Weg, bis die Diagnose „FASD“ oder „FAS“ gestellt wird, und oft brauchen die betroffenen Mädchen und Jungen Begleitung und Hilfe über viele Jahre. Einige Einrichtungen haben sich darauf spezialisiert.

Beratung und Begleitung in Bayern

  • Das Münchner Heckscher Klinikum für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie hat eine Spezialambulanz für Fetale Alkohol-Spektrum-Störungen. Dort werden Betroffene ambulant, in der Tagesklinik oder stationär betreut. Die Ambulanz steht auch allen zur Beratung offen, die Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene begleiten, deren Vorgeschichte eine Belastung durch Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft vermuten lässt, z.B. Pflege- und Adoptiv- und leiblichen Eltern, Jugendamtsbetreuern, Familienhelfern, Ärzten und Psychologen, Suchtberatungsstellen und Lehrkräften.
    Kontakt: Deisenhofener Strasse 28,81539 München. Die Anmeldung erfolgt über den Patientenservice, Tel. 089-9999-1154 und 1155
  • Am integrierten Sozialpädiatrischen Zentrum des Dr. von Haunerschen Kinderspitals in München gibt es die TESS-Ambulanz für Kinder, die im Mutterleib Alkohol oder anderen Drogen ausgesetzt waren (Risikokinder nach Toxin-Exposition in der SchwangerSchaft). Ein multidisziplinäres Team berät und betreut betroffene Kinder und Jugendliche sowie ihre leiblichen, Pflege- oder Adoptivfamilien.
    Kontakt: Abteilung für Pädiatrische Neurologie, Entwicklungsneurologie und Sozialpädiatrie, Klinikum der Universität München, Lindwurmstraße 4, 80337 München, Tel. 089-552734-0, www.spz-muenchen.com

  • An der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Universität Regensburg ist Oberärztin Dr. Georgine Huber Ansprechpartnerin für Fragen rund um das Thema FASD.
    Kontakt: Klinik St. Hedwig am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, Tel. 0941-369-95093, www.barmherzige-regensburg.de/967.html

  • Im FASD Netzwerk Nordbayern haben sich 15 Einrichtungen zusammengeschlossen, Partner sind unter anderem die Frauenklinik, die Kinder- und Jugendklinik und die Psychiatrische und Psychotherapeutische Klinik des Universitätsklinikums Erlangen, die Landratsämter Forchheim, Neustadt-Aisch und Roth sowie das Stadtjugendamt Erlangen. Das Netzwerk ist Ansprechpartner für alle Bereiche rund um das Thema vorgeburtliche Schäden durch Alkohol, es vermittelt Kontakte zu diagnostischen und therapeutischen Zentren. Darüber hinaus stellt es Vorträge und Unterrichtseinheiten für Schulen und Berufsschulen zur Verfügung und vermittelt Kontakte zu Referenten für Fachvorträge in unterschiedlichen Berufsgruppen.
    Kontakt: FASD-Netzwerk Nordbayern e.V., Spardorfer Str.82, 91054 Erlangen, Postadresse: Postfach 12, 91088 Bubenreuth, info@fasd-netz.de, www.fasd-netz.de

  • Der Landesverband Bayern des PFAD für Kinder e.V., der Pflege- und Adoptivfamilien vertritt, veranstaltete im Oktober 2012 die Fachtagung „Faul, frech, schlecht erzogen … – oder doch FASD? Leben mit dem fetalen Alkoholsyndrom“. Eine Dokumentation soll im Frühjahr erscheinen. Die Mitgliederzeitschrift PFAD AKTUELL widmete dem Fetalen Alkoholsyndrom bereits in der Ausgabe 4/2011 einen Schwerpunkt.
    Kontakt: PFAD für Kinder, Landesverband Bayern e.V., Steubstraße 6, 86551 Aichach, Tel. 08251-1050, www.pfad-bayern.de

Beratung und Begleitung bundesweit

  • Im FASD Deutschland e.V. haben sich Eltern – Adoptiveltern, Pflegeeltern und leibliche Eltern – von FAS-Kindern, Interessierte und Betroffene aus allen Bundesländern zusammengeschlossen, um über fetale Alkohol-Spektrum-Störungen aufzuklären, zu beraten und zu helfen.
    Kontakt: FASD Deutschland e.V., Hügelweg 4, 49809 Lingen, Tel. 0591-7106700, www.fasd-deutschland.de

  • An der Berliner Charité gibt es ein FASD-Zentrum, das Menschen mit angeborenen Alkoholschäden und ihre Angehörigen berät.
    Kontakt: Charité Universitätsmedizin, Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin, Tel. 030-450564-107, http://fasd-zentrum.blogspot.de

  • Unter www.fetales-alkoholsyndrom.de sind wissenschaftliche Informationen zum Krankheitsbild zusammengestellt, die sich an Fachleute ebenso wie an Betroffene richten. Einen Schwerpunkt bilden die Forschungsergebnisse zum Fetalen Alkoholsyndrom aus der Universitätskinderklinik Münster. Eine Sprechstunde für Betroffene gibt es in der FAS-Ambulanz in Walstedde im Münsterland.
    Kontakt: FAS-Ambulanz, Tagesklinik Walstedde, Dorfstraße 9, 48317 Walstedde, Tel. 02387-9194-6100
  • Das Internetprogramm IRIS der Universitätsklinik Tübingen richtet sich an schwangere Frauen, denen es schwer fällt, auf Alkohol oder Zigaretten zu verzichten – mit einem ganz besondern Angebot: Unter www.iris-plattform.de können werdende Mütter kostenfrei und anonym über 12 Wochen an einem E-Mail-gestützten Coaching teilnehmen, das sie mit professioneller, persönlicher Beratung in eine alkohol- und rauchfreie Schwangerschaft begleitet.

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