02.05.2013: Wenn alles gut geht

„Wenn alles gut geht.“

An diesen Satz werde ich die nächsten Monate noch oft denken, denke ich mir.

Ganz schlimm sowohl für meine Freundin, als auch für mich, ist diese gewisse Hilflosigkeit, den Dingen tatenlos ihren Lauf lassen zu müssen. Alles in der Schwangerschaft passiert ja wie von selbst. Auf der einen Seite total faszinierend – das berühmte Wunder der Natur.

Und das ist es wirklich, wenn man sich die Ultraschallbilder anschaut und sich vor Augen führt, was da aus jeweils einer einzigen Zelle von meiner Freundin und mir am entstehen ist. Das wächst da einfach so! Im Bauch…

Aber auch beängstigend. Eben weil man nichts tun kann.

Na ja, außer den schon angesprochenen Vorsichtsmaßnahmen natürlich: nicht trinken, nicht rauchen, Vitaminpräparate nehmen, auf ausgewogene Ernährung achten (keine Rohmilchprodukte etc.) und nicht unbedingt mit bloßen Händen in Katzenklos rum wühlen…

 

In diesem Zusammenhang bin ich übrigens froh, dass es meine Freundin mittlerweile doch geschafft hat, das Rauchen ganz sein zu lassen. Mir ist schon in Paris aufgefallen, dass sie sich keine angesteckt hat. Und als ich sie gestern mal drauf angesprochen habe, meinte sie ganz stolz, dass sie es geschafft hat aufzuhören.

 

Eine Bekannte hatte uns zuvor von ihrer Schwangerschaft berichtet und davon, dass es bei ihr genau anders herum war, als bei uns: Die Zigaretten waren von heut auf morgen tabu, aber nicht mehr trinken zu dürfen – das sei ihr richtig schwer gefallen.

So schwer, dass sie sich schon jetzt, vier Monate vor der Entbindung, einen Masterplan für den ersten Ausgehabend als Mutter zurechtgelegt hat: Für zwei, drei Tage Muttermilch auf Vorrat abpumpen, und dann mit den Mädels auf die Wiesn. Das nenn ich Verzweiflung. Nun, oder absolute Vorfreude…

 

Vielleicht war das ja der letzte Anstoß, den meine Freundin gebraucht hat. Ich bin auf jeden Fall erleichtert und stolz auf sie.

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