07.04.2013: Respekt

Gut zwei Wochen ist es nun her, dass wir von der Schwangerschaft wissen. Und neben diesem diffusen, flauen Gefühl irgendwo zwischen Freude, Unsicherheit und Neugier, das wir beide in unseren Mägen spüren, ist es meine Freundin, die die plötzliche Veränderung in unserem Leben bereits ganz konkret betrifft.

Und dafür, wie sie damit umgeht, habe ich ganz großen Respekt vor ihr.

 

Erstaunlicherweise hatte sie nämlich, anders als ich es erwartet hatte, überhaupt keine Probleme damit von jetzt auf gleich den Alkohol wegzulassen. Das obligatorische Gläschen Rotwein, dass, seitdem ich sie kenne, fast an jedem Abend zum gemeinsamen Essen oder dem Relaxen auf der Couch dazugehörte: Gibt’s nicht mehr.

 

Die angebrochene Flasche in der Küche habe ich längst weggeschüttet. Alleine trink ich die eh nicht mehr. Und meiner Freundin was vorzuschlürfen wäre fies, also weg damit. Obwohl sie beteuert, dass sie es nicht schlimm fände, wenn ich was trinken würde, wenn sie dabei ist. Sie könne es mir ja schließlich nicht verbieten.

Stimmt, muss sie aber auch gar nicht. Da ich selber sowieso nicht der große Feierabendbierchentrinker bin, fällt es mir nicht schwer sie zumindest in Sachen „Null Promille“ zu unterstützen. Weil – ganz egal wäre es ihr dann doch nicht, dafür kenne ich meine Freundin zu gut.