15.08.2013 – Der erste Monat ist geschafft

Seit einem Monat bin ich nun Mama und es ist ein wahrer Gefühlssturm. Natürlich bin ich voller Liebe und glücklich, aber ich fühle mich auch oft erschöpft und überfordert. Karla weint viel. Nicht ZU viel – sie ist kein Schreibaby – sie will einfach viel getragen werden und das strengt mich an. Sie schläft tagsüber fast nur, wenn ich sie herumschleppe oder sie auf meinem Bauch liegt (eigentlich schläft sie auch nachts hauptsächlich auf meinem Bauch).

Und sie hat oft Bauchweh – das merke ich daran, dass sie ihre Beinchen ruckartig anzieht und weint. Wir versuchen dann immer, ihr mit „Pupsgymnastik“ zu helfen. Chris kann das besonders gut: Zuerst übt er mit seinen großen Händen vorsichtig Druck auf ihr Bäuchlein aus, im Anschluß winkelt er ihre Knie an und schiebt sie Richtung Bauch. Meistens kann Karlachen dann pupsen oder kackern, auf jeden Fall entspannt es die Kleine. Ich bin dabei leider nicht so erfolgreich, ich glaube, ich bin nicht geduldig genug (und meine Hände sind zu klein).

Pupsgymnastik

Ich mache mich auch total verrückt, weil ich denke, es liegt an meiner Ernährung, dass sie so leidet. Ich verzichte schon auf alles: Knoblauch, Zwiebeln, tierische Fette, Hülsenfrüchte, starke Gewürze, Tomaten, Erdbeeren, und so weiter. Jetzt habe ich irgendwo gelesen, dass man ein paar Tage nur Kartoffeln und blanke Nudeln essen soll, um festzustellen, dass es wirklich am Essen liegt. Das erscheint mir zwar etwas drastisch, aber ich bin kurz davor, es auszuprobieren.

Da wünscht man sich doch die Schwangerschaft zurück: Man verzichtet auf rohes Fleisch, rohen Fisch, Rohmilchprodukte und gut ist’s! Jetzt bin ich einfach nur verunsichert.