Wow, jetzt passierts!

Pregnant woman rejects of taking glass of brandy.
Hi Leute,

ich glaub, ich stell mich erstmal vor: Ich heiße Lola, bin 33 Jahre alt und komme aus München. Beruflich bin ich eine Mischung aus Physiotherapeutin, Heilpraktikerin und Gastrotante (nach 15 Jahren neben- und hauptberuflichem Schaffen in der Münchner Gastronomie kommt man nicht so schnell los davon).

Vor drei Monaten habe ich den Peter geheiratet. Der ist Musiker und hat mir an unserem 5. Jahrestag einen höchstromantischen Antrag gemacht.

Wir reden seit Jahren über das „Kinderthema“, konnten uns aber bis jetzt nicht so wirklich durchringen. Unser Leben zu zweit und unsere damit verbundene Freiheit in Form von z.B. nächtelang mit einer (oder zwei) guten Flasche(n) Wein ratschend auf dem Balkon Sitzen oder Ausschlafen bis Mittag und gemütlich Frühstücken war für uns genug und sehr viel Wert. Wir hatten nie das Gefühl, uns fehlte etwas. Andererseits soll das ja angeblich das Tollste sein, was man als Paar so erleben kann. Keines der Elternpaare, die wir kennen (und interviewt haben), hat es je bereut, Kinder bekommen zu haben, obwohl das ein oder andere nicht gerade geplant war.

Jetzt bin ich 33 und er 38 UND wir haben geheiratet. Das war für uns der Jetzt-oder-nie-Punkt. Also haben wir es seit der Hochzeit (sehr schicklich, wie ich finde) mal drauf ankommen lassen. Und siehe da: Jetzt bin ich seit heute offiziell schwanger!

Am Samstag waren wir noch bei Freunden zum Essen eingeladen und der Wein floss, wenn nicht in Strömen, dann wenigstens in fröhlich gurgelnden Bächlein. Am Dienstag war der Test positiv und die Schwangerschaft wurde heute von meiner Gyn bestätigt. So richtig mit Mutterpass und allem drum und dran. Seltsames Gefühl. Warum ich so früh schon rausrücke damit?

Ich gehöre zu den Frauen, bei der jeder, der mich kennt und dabei erwischt, wie ich im Biergarten Johannisbeerschorle trinke, sofort weiß, dass ich schwanger bin. Das Alter passt, geheiratet haben wir auch und vor allem: Ich trinke echt gerne Bier! Oder guten Wein. Oder feinen Single-Malt-Whiskey. Oder mal einen leckeren Gin-Tonic — you get the picture. Nicht immer und auch nicht exzessiv, aber wenn, dann gerne. Ich war immer schon eine Partymaus, und die Jahre in der Gastronomie haben mich bestimmt auch geprägt.

Und seit Dienstag keinen Tropfen mehr. Samstag war mein letzter kleiner Rausch. Wird gewesen sein. Für lange, lange Zeit. Momentan gehts mir noch nicht ab, aber es ist ja auch noch nicht viel Zeit verstrichen.  Durch meine medizinische Ausbildung weiß ich ziemlich genau, was theoretisch gerade mit meinem Körper passiert. Ich betrachte mich quasi als eigenes Studienobjekt und bin schon sehr gespannt, wie sich das alles anfühlen wird. In der Zwischenzeit versuche ich zu ignorieren, dass es Biergärten gibt …

Bis bald!

Foto: Kirillica © Depositphotos

 

 

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