Ab ins kühle Nass

Ich bin ein absoluter Sommermensch und kann es immer kaum erwarten meine Shorts, Röcke und Trägertops aus dem Schrank zu holen und anzuziehen. Dieses Jahr läuft alles aber ein bisschen anders und ich musste mir erst einmal eine neue Sommergarderobe zulegen und dann mit schlaflosen Nächten kämpfen.

Da mein Bauch schon relativ früh in der Schwangerschaft sehr empfindlich war, hatte ich schnell Umstandshosen im Schrank und war unglaublich zufrieden damit. Jetzt wo es so heiß ist, merke ich jedoch, dass ich einfach mehr Sommersachen brauche und daher stand erst mal shoppen an. Zu einigen Hosen und Röcken gesellte sich auch ein Umstandsbikini in den Warenkorb, da ich auf Elba bemerkt hatte, dass ich mich auch in meinem normalen Bikini nicht mehr gänzlich wohlfühlte. Außerdem habe ich beschlossen meine Angewohnheit, mit der ich auf Elba begonnen hatte, hier zuhause fortzuführen und zweimal die Woche schwimmen zu gehen. Eine Bäderkarte hatte ich schnell besorgt und war startklar.

Die heißen Tage gehen an mir, wir vermutlich an jeder Schwangeren, nicht spurlos vorüber und mir kommt alles so unglaublich anstrengend vor. Fast anstrengender sind dabei aber die Nächte, denn in diesen plagt mich seit einiger Zeit die Schlaflosigkeit und ich fürchte, wenn ich so weiter mache, kann ich mir neben einer neuen Sommergarderobe auch gleich einen neuen Bücherschrank für meine Nachtlektüre kaufen.

Weil ich so schlecht schlafe und daher auch immer sehr früh wach bin, kann ich aber ziemlich früh ins Schwimmbad fahren, wo ich die meiste Zeit mit eine der ersten Besucher bin und so in Ruhe meine Bahnen ziehen kann. Zuerst schwimme ich einige Bahnen, allerdings sehr langsam, um mich dann im warmen Becken etwas zu entspannen und wieder zu verschwinden bevor der große Trubel losgeht. Das Gefühl im Wasser zu sein ist jedes Mal so angenehm, dass ich aber oft gar nicht mehr aus dem Becken möchte. Manchmal bleibe ich auch einfach im warmen Becken sitzen und beobachte die Leute, die mit mir im Bad sind. Vor allem mittwochs bleibe ich gerne sitzen, denn da ist Babyschwimmen. Nacheinander kommen die verschiedenen Altersgruppen im 30 Minutentakt, um mit ihren Eltern ins Wasser zu gehen und unter Anleitung einige spielerische Übungen zu machen. Ich mag das Bild, wie die stolzen Eltern ihre kleinen Mäuse anstrahlen und sie ganz behutsam durch das Wasser führen. Nur ganz selten weint eins er Babys, aber meistens hört man nur Glucksen und Wasser spritzen, weil es den Kleinen solche Freude macht. Schon lustig, dass ich mich als Schwangere genauso wohl im Wasser fühle wie die Babys. Ich glaube, ich merke mir den Mittwoch schon mal vor, denn das will ich mit meiner Maus auch unbedingt ausprobieren.

Foto: privat

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