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Und, ist sie schon da? – Wenn das Kind auf sich warten lässt!

Und, ist sie schon da? – Wenn das Kind auf sich warten lässt!

Schwanger sein ist schön, aber irgendwann ab Schwangerschaftswoche 41+ reicht es dann auch. Ab SSW 40+ klingelte das Handy täglich! Unzählige Anrufe von unseren Eltern, Schwägerinnen und sämtlichen Freunden, die sich sonst nur sporadisch meldeten. Und jedes Mal, die gleiche Leier: „Und, ist sie schon da?“ Anfangs, fanden wir es ja noch ganz „nett“, dass jeder mit uns auf die Geburt unserer Tochter so mitfieberte, doch wenn das Handy plötzlich nur noch bimmelt, wird aus „nett“ schnell die kleine Schwester von „Sch….!“ 😉

Tipps von Freunden und Familie – sinnvoll?

Natürlich blieb es nicht nur bei der Frage, wo unser Kind den bleibe, sondern jeder musste noch „wertvolle“ Tipps und sinnlose Kommentare dazu beisteuern, wie man denn am besten die Wehen lockt. Und ja, ich probierte so einiges aus, denn irgendwann wollte auch ich, dass unser Kind jetzt endlich kommt. Hier zähle ich Euch einige Tipps auf, die ich von Freund:innen, Familie und Arbeitskolleg:innen bekommen habe, alle natürlich ohne Gewähr. 😉

Spazierengehen und Treppen steigen.

Ganz oben auf der Liste die Klassiker: Spazieren, spazieren, spazieren und Treppen steigen. Wie ihr wisst, hab ich mit unserem Hund Lou sowieso viel Auslauf, zumindest hab ich immer die Morgen- und Mittagsrunde gedreht, was mich immerhin auf 2 Stunden brachte. Um endlich die Wehen anzustupsen, wanderte ich am Ende der Schwangerschaft dann doch noch ein paar Meter mehr, und zwar erstmal 5 km zur Großhesseloher Brücke. Dort angekommen gönnte ich mir erstmal ein Stück Zitronenkuchen am Kiosk (übrigens der beste Zitronenkuchen in Town!! 😉 ). Anschließend trottete ich mit Lou die 5 km wieder nach Hause zurück. Jedes Mal in der Hoffnung, heut Nacht gehts dann aber los. Letztendlich aber brachte das ganze Spazierengehen leider nichts. Zum Treppen steigen, kann ich nicht viel berichten, ich wohne im ersten Stock und viel weiter hoch wollte ich auch nicht.

Den ganzen Tag putzen!

Den ganzen Tag wie wild Fenster putzen und aufräumen. Okay, ja, angeblich soll durch die Anstrengung beim Bücken und wieder Hochkommen Wehen ausgelöst werden. Bis auf eine blitzblanke Wohnung löste es ansonsten nichts bei mir aus. Trotzdem war das nicht schlecht, dauernd eine blitzblank geputzte Wohnung zu haben.

Zimt in verschiedenen Variationen.

Rotwein mit Zimt. What? Meine Freundin hat darauf ihre Wehen bekommen. Natürlich war für mich die ganze Schwangerschaft über Alkohol tabu und so verzweifelt war ich jetzt auch noch nicht, dass ich diese Methode unbedingt ausprobieren wollte.

Stattdessen holte ich mir bei meiner täglichen Gassi Runde, „Heißen Apfel mit Zimt“ am Kiosk, herrlich lecker! Aber gebracht hat der heiße Saft mit Zimt leider nichts. Man könnte auch 200 Gramm Zimtsterne essen, meinte eine Arbeitskollegin, was ich eher für bedenklich hielt. Diabetes lässt Grüßen! Der Zimt soll übrigens die Durchblutung in den Beckenorganen anregen und somit die Wehen anstoßen!

Photo by Diana Polekhina on Unsplash

Erfolg mit Sex?

Sex, der Dauerbrenner unter den ganzen Tipps. Ja auch diesen Tipp, probierten wir sehr gerne mehrfach aus, hatten viel Spaß und waren uns sicher, dass diese Methode am effektivsten sein würde. Sex wirkt auf zweifache Weise, erstens soll das Hormon Prostagladin im Sperma, den Muttermund geburtsbereit machen. Zweitens wird das Hormon Oxytocin beim Orgasmus der Frau ausgeschüttet, was wiederum die Wehentätigkeit stimulieren soll. Der Erfolg ließ jedoch auf sich warten.

Brustwarzen Stimulation.

Was man nicht alles macht, um endlich sein Kind zu sehen. Die Brustwarze wird 1 Minute massiert bzw. gezwirbelt, danach 3 Minuten Pause und dann wird der Vorgang wiederholt, 30 Minuten lang. Hiervon soll wieder das Wehenhormon Oxytocin freigesetzt werden. Tja, war wohl wieder nichts, dachte ich, als ich Abends ohne jegliche Wehentätigkeit ins Bett watschelte.

Heiße Badewanne.

Eine heiße Wanne mit 38 Grad warmen Wasser und ätherischen Ölen wie z.B. Lavendel-, Zimt-, Ingwer-, Nelkenöl. Wirkt sehr entspannend und lockert die Bauch- und Beckenmuskulatur. Tiefen entspannt war ich danach super, aber Wehen waren weit und breit nicht im Anmarsch.

Himbeerblättertee und Heublumendampfbad.

Gepriesen und gelobt wird er in jedem Hebammen Buch, der Himbeerblättertee. Motiviert, wie ich war, holte ich mir sofort zwei Packungen Himbeerblättertee aus der Apotheke. Was soll ich sagen, der Geschmack war sehr gewöhnungsbedürftig, deshalb musste ich ihn täglich reinwürgen, immer in guter Hoffnung auf Erfolg. Ebenso Heublumendampfbäder machte ich ab Entbindungstermin täglich. Himbeerblättertee und Heublumendampfbäder sollen beide das Gewebe des Beckenbodens und der Gebärmutter lockern und somit auf die Geburt vorbereiten. Wirkung bei mir, gleich null.

Diese und noch viel mehr andere Tipps zur Wehen-Förderung helfen allerdings erst, wenn die Frau auch wirklich schon gebärbereit ist. Da ich zu diesem Zeitpunkt (damals noch nichtsahnend), nicht annähernd so weit war, blieben die Wehen natürlich erstmal aus.

Es bleibt spannend, beim nächsten Mal erzähle ich Euch dann endlich von meiner Geburt, die in der 42. Schwangerschaftswoche schließlich doch noch eingeleitet werden musste.

Bis dahin, bleibt gesund!

Eure Sunny

Photo by Dragos Gontariu on Unsplash

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