Geburtsvorbereitung die Erste

Heute Abend startet mein Geburtsvorbereitungskurs. Ich habe so gar keine Lust und weiß auch nicht wirklich, was mich erwartet. Meine Freundin auch nicht . Also, sie kennt die Hebamme noch nicht. Damals, bei ihrem ersten Kind, war sie in einem anderen Kurs.

Was kommt da heute auf mich zu? Räucherstäbchen und Meditationsmusik oder eine sachliche Dame, die mir einfach erklärt was ich bei der Geburt zu tun habe? Und wird sie mir sympathisch sein? Ich habe da nämlich ein kleines Problem. Meine Nachsorgehebamme Heidi, eine Freundin der Familie, fährt um den Geburtstermin herum 2 Wochen in den Urlaub.

Daran habe ich gar nicht gedacht, dass Hebammen auch Urlaub haben 😉 Bin erstmal aus allen Wolken gefallen. Jetzt muss ich versuchen, für 1 bis 2 Wochen einen Ersatz zu bekommen. Oder es lassen. Vielleicht sind es ja nur ein paar Tage. Wirklich schwierig. Ich kann ja nicht hellsehen. Kommt der Kleine pünktlich oder später oder vielleicht früher? Außerdem will ich schon, gerade in den ersten Tagen, jemanden bei mir haben der sich mit Babys auskennt.

Meine Freundin versteht nicht, warum ich dann nicht gleich eine andere Hebamme nehme. Eine, die die ganzen 8 Wochen Zeit hat. Aber das will ich nicht. Ich vertraue Heidi und fühle mich bei ihr wohl. Deswegen bin ich auf heute doppelt gespannt. Wenn mir die Dame sympathisch ist und sie Zeit hat, würde ich sie gerne als Urlaubsvertretung engagieren.

Aber jetzt geht’s erstmal los. Wir gehen in ein ganz normales Wohnhaus und müssen in den 4. Stock! Ohne Aufzug! Keine Idealbedingungen für Schwangere mit dicken Bäuchen. Ich bin völlig außer Atem, als ich endlich oben ankomme. Die Tür ist offen und ein penetranter Geruch nach Räucherkram kommt mir entgegen. Nein! Ich hasse mittlerweile das Zeug. Vor allem jetzt, wo ich nach Luft schnappe. Ich will nach Hause aber es ist zu spät. Barbara steht schon vor mir und begrüßt mich.

Schuhe aus und rein. In einem gemütlichen Raum liegen Matten und Kissen und Decken. Leise Musik dudelt im Hintergrund. Andere Schwangere sind schon da. Ich zähle insgesamt 6 Matten. Das gefällt mir. Eine kleine Runde. Erstmal stellen wir uns alle vor, erzählen ein bisschen vom bisherigen Verlauf unserer Schwangerschaft und dann erklärt uns Barbara etwas über den Ablauf der nächsten Wochen und das Kursprogramm. Am letzten Abend ‚dürfen’ dann auch die Männer mit dabei sein und ihre Fragen stellen. Oh je… Zum Schluß der Stunde gibt’s dann noch eine kleine Entspannungsmeditation im Liegen.

Ich bin noch am überlegen, ob mir Barbara sympathisch ist oder nicht. Bin hin- und hergerissen. Irgendwie ist sie echt lustig und dann finde ich sie wieder komisch. Naja, habe ja noch ein paar Abende mit ihr vor mir. Vorsichtshalber telefoniere ich aber die nächsten Tage mal ein bisschen rum und informiere mich, welche Optionen und Hebammen noch so zur Verfügung stehen. Alles in allem ein ganz netter Abend mit netten Frauen. Aber ohne meine Freundin, wäre ich da nie hingegangen und würde es auch nicht mehr tun…

Quelle: Bild © Privat

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