Und plötzlich ist alles anders

9 Monate lang dauert eine Schwangerschaft. 9 Monate lang hat man Zeit sich auf das Baby einzustellen. 9 Monate lang liest man Bücher, besucht Vorbereitungskurse, Ernährungsseminare und baut dem kleinen Mäuschen sein kuschliges Nestchen. 9 Monate lang tut man alles, um bestmöglich vorbereitet zu sein und um sich so sicher wie möglich zu fühlen. Und dann nach diesen 9 Monaten weiß man, dass man eigentlich gar nichts weiß.

Codewort: Eigenbedarf

Lange war es hier nun still um mich, meinen Bauchzwerg und Tom. Aber eben auch nur hier. Außerhalb des Internets wissen wir nämlich an manchen Tagen gerade nicht mehr, wo uns der Kopf steht oder wie wir heißen. Mitte Juni erreichte uns eine Hiobsbotschaft unseres Vermieters und damit begann unser Problem und unsere Sorgerei. Unser Vermieter kündigte aus heiterem Himmel Eigenbedarf an.

Bella Italia

Nach einer Woche Zusatzurlaub sind wir nun wieder in heimischen Gefilden gestrandet und gewöhnen uns langsam wieder an unseren Alltag. Das heißt für Tom wieder fleißig arbeiten und für mich Koffer auspacken, klar Schiff in der Wohnung machen und immer mehr von unserer Zukunft träumen. Allerdings denke ich auch viel an unsere Zeit in der Toskana und auf Elba zurück, denn diese zwei Wochen waren wunderschön und von einem unserer Erlebnisse möchte ich euch gerne berichten.

Ein Wasser, bitte…

Irgendwann kommt der Moment, in dem man seinem Umfeld reinen Wein einschenken und seine Schwangerschaft offenbaren muss. Nettes Wortspiel nicht? Bei mir war der Moment letzte Woche gekommen, denn nach dem offiziellem Termin bei meiner Frauenärztin wollte wir den Schritt wagen und unserer Familie und engsten Freunden von unserem Wunder erzählen. Und was würde sich dafür besser eigenen als ein Familienessen und ein Bowlingabend mit Freunden?

Wie sag ich’s bloß?

sternJuhu, der dritte Monat! Die Schallmauer ist durchbrochen und jetzt  kann ich’s endlich erzählen. Meine Eltern, meine Schwester und meine drei besten Freundinnen wissen bereits, dass ich schwanger bin. Jetzt war es an der Zeit, den Chef und unseren Freundeskreis einzuweihen. Diese Woche durfte ich diese wunderbare Aufgabe erledigen. Und wisst ihr was? Ich hab es genauso gemacht wie ich es mir von meinen Freundinnen gewünscht hätte. Ich weiß nämlich aus der Zeit als Nicht-Schwangere mit jahrenlangen Kinderwunsch ganz genau, was nervt.