25.08.14 Bald ist es so weit

Bald ist der Sommer vorbei, bald ist August vorbei, bald kann ich nicht mehr sagen: „In einem Monat“, bald ist es so weit.Momentan fühle ich mich so als hätte ich eine Winterdepression. Ich fröstele, bin sehr empfindlich, breche öfter in Tränen aus, will mich am liebsten wie ein Maulwurf nur noch verkriechen und schwarz tragen. Wäre ich nicht schwanger, ich würde diese miesen Gefühle in Alkohol tränken. Aber so bleibt es beim Schwangerschaftstee. Hat Mutter Natur nicht Glückshormone für die Schwangerschaft, vor allem für den letzten Teil der Schwangerschaft eingerichtet? Warum spüre ich davon nichts? Vielleicht wird gerade immer realer, dass die Zeit der Schwangerschaft bald vorbei ist. Ich schleppe mich nur noch durch die Gegend, muss dauernd Pausen einlegen, manchmal schlafe ich schlecht, weil das Baby sich so viel bewegt oder weil meine Hüften mir wehtun auf der Seite. Oder weil gar nichts ist, sondern nur irgendwas unterbewusstes rattert. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich hab Schiss. Schiss vor dem Ende meiner Jungend. Vor DER Veränderung eines Lebens. Meines Lebens. Ich hab Angst, meine Freiheit aufzugeben und zu verlieren. Ich hab Angst vor Überforderung. Ich hab Angst vor dem Nicht-Doch-Noch-Ändern-Können, denn wenn es da ist, dann ist es da und es gibt kein Zurück. Gibt es jetzt ja schon nicht mehr, aber es ist halt noch nicht richtig da. Im gleichen Atemzug mit diesen Gedanken entschuldige ich mich bei dem kleinen, wahrscheinlich unfassbar süßen Geschöpf, das noch nicht richtig da ist. Ich freue mich auf dich. Aber ich hab halt auch Schiss.

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