20.10.2014 Ein Monat später…

… ist das kleine Wesen immer mehr Teil von mir, uns, unserem Alltag, unserem Leben. Aber dennoch ist Leila noch sehr, sehr neu. Ich ertappe mich dabei, wie ich mir die Frage stelle, wann ich denn endlich mal frei habe. Stress und wenig Schlaf sind wir Menschen gewöhnt, aber bisher wusste man: Nächstes Wochenende hab ich frei, dann schlaf ich schön aus. Oder: Noch zwei Wochen muss ich durchhalten und dann geht’s in den Urlaub. Oder auch: Mir geht’s irgendwie nicht so gut, dass ich mich gleich mit ner Pizza vor den Fernseher hauen kann. Und nun gibt es keine Auszeit mehr. Kein Ziel, an das man denken kann und so besser die Zähne zusammenbeißen kann. Dann, wenn das Baby einigermaßen schläft vielleicht? Ist das das Ziel? Aber das kann Monate, wenn nicht Jahre dauern. Wir werden sehen. Sinnlos, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Ich werde mich daran gewöhnen, an die wenigen Minuten Auszeit. Irgendwie. Die Hebamme meinte, dass man dafür ungefähr drei Monate braucht. Wenigstens ist der Babyblues vorbei. Das war ja fürchterlich. Dass man so viel Tränen hat. Bei allem und nichts wurde Rotz und Wasser geheult.

…. Damit keine Missverständnisse entstehen: Ich freue mich riesig über meine Tochter (wie das klingt!) und gebe ihr so viel Liebe, wie ich nur kann. Aber… es ist halt anstrengend. Und neu. Nach zwei Wochen fing dieses Schreien abends an, von dem ich überhaupt keine Ahnung hatte. Am liebsten will Leila einfach immer an der Brust sein. Ich nehme sie dann alle zwei Stunden, abends auch stündlich. Wenn es nur nicht so weh tun würde… Die Hebamme meinte, ich solle den Brustwarzen 5 Wochen Zeit geben, dann ist es Routine und schmerzfrei. Das hieße in einer Woche. Überhaupt hab ich mir das Stillen einfacher vorgestellt. Bis man da mal raushat, wann das Baby satt ist oder trinkt und nicht nur nuggelt, wann man die Seite wechseln soll oder nicht… Das ist ja eine ganze Wissenschaft für sich. Immerhin kann ich wieder normal laufen und sitzen, schwitze nachts nicht mehr so viel. Nach so einer Geburt kommt man sich ja vor wie eine Soldatin, die aus dem Krieg zurückgekommen ist. So, genug gelitten. Auf in die nächste Stillrunde. Und dort weiterleiden. Ha.

Ein Gedanke zu “20.10.2014 Ein Monat später…

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