18.02.2015 Positiv.

Ein Münchner in Hamburg..   (Foto-Hamburg-Hafen-Tankschiff-Schule-m62)

Hallo ihr Leser,

ich bin Carla, 36 Jahre alt und wohne in Hamburg mit meinem Mann Paul zusammen. Ich werde euch von meiner Schwangerschaft berichten. Ich bin in der siebten Woche und noch freue ich mich überhaupt nicht, weil ich das bereits zweimal war, ohne acht Monate später ein Kind zu kriegen. Beim ersten Mal wusste ich es nicht, beim zweiten Mal haben wir es der ganzen Welt verkündet, jetzt beim dritten Mal sind wir wesentlich vorsichtig. Die Erwartungen sind sonst zu hoch, vor allem die der potentiellen Großeltern. Beim ersten Mal habe ich nicht gemerkt, dass ich schwanger bin. Ich habe sehr viel getrunken und geraucht zu der Zeit. Wir waren frisch verheiratet und in unserer ersten Krise. Ich war für einen Monat bei meiner besten Freundin in New York und wir haben eigentlich ständig einen drauf gemacht. Als ich zurückkam, bin ich aufgrund von Blutungen und einem Ziehen im Unterleib zum Frauenarzt. Durch den Flug und dadurch, dass ich nie regelmäßig meine Periode bekommen habe, habe ich mich nicht gewundert, dass ich so lange überfällig bin. Als ich dann erfuhr, dass ich schwanger war und das Baby verloren habe, war das ein kompletter Schock für mich. Ich war geschockt von mir selber, dass ich es nicht gemerkt habe, was da wertvolles in meinem Bauch heranwächst. Ich war geschockt, dass ich so viel Alkohol, Zigaretten und auch zweimal Koks meinem Körper gegeben habe und dadurch dem kleinen Wesen keine Chance gegeben habe. Ich hätte mich über das Kind gefreut, hatte aber auch meine Zweifel, was meinen Mann anging. So blöd es klingt: Diese negative Erfahrung hat uns dann total zusammengeschweißt. Danach haben wir ein Jahr lang bewusst versucht, schwanger zu werden. Erst nach anderthalb Jahren hat es geklappt. Aber es gab eine Eileiterschwangerschaft. Danach hatte ich erstmal von dem Thema Schwangerschaft genug und habe mich wieder voll aufs Berufsleben konzentriert. Und jetzt, zwei Jahre später, freue ich mich zwar, habe aber große Ängste, dass es wieder nicht klappen könnte. Ich werde berichten.

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