Ein unbeschreibliches Gefühl

Endlich war es soweit, der lang ersehnte Tag an dem unser kleiner Prinz das Licht der Welt erblicken durfte war da …

Die Familie ist da um zu helfen

Jeder Schritt näher zum Krankenhaus mit der Gewissheit, in ein paar Stunden mein Baby im Arm zu halten, viel mir sichtlich schwerer, denn ich war super angespannt und nervös. Zu Hause habe ich es noch verbergen können, denn die Mädels sollten es natürlich nicht mitbekommen und sich Sorgen um Mama machen. Meine Familie ist da und wird, in dieser für die Twins ungewohnten Zeit, für sie da sein, sie ablenken, mit ihnen spielen und Spaß haben. Darüber bin ich unglaublich dankbar.

Es geht los

Wir mussten wir um 7 Uhr im Krankenhaus im Kreißsaal sein. Die Anmeldung ging recht zügig und die Vorbereitungen liefen bereits. Noch ein paar Untersuchungen und schon wurde ich auch bereits in den OP geschoben, mein Partner musste sich umziehen und warten. Mir kam die Zeit gar nicht so lang vor, aber hinterher erfuhr ich, dass es wohl doch recht lang gedauert hat. Leider gab es ein paar Probleme mit der PDA. Das hat alles nach hinten verschoben, aber am Ende ging doch alles gut. Sie fing schnell an zu wirken, mein Partner durfte dann auch mit in den OP und schon ging es los. Ärzte, Schwestern, eine Hebamme, alle waren vorbereitet und startklar. Der Arzt, welcher auch mein behandelnder Frauenarzt war, fing an sich durch zu kämpfen, ja so kann man es sagen, denn der Weg dahin war sehr schwer, da ich bereits einen Kaiserschnitt hatte, waren viele Verwachsungen vorhanden. Es wurde an mir gezogen, geruckelt und es ging wirklich sehr turbulent zu. Dann wurde der Oberarzt hinzu gerufen, da der kleine Mann zu groß war und noch immer recht weit oben lag. Sie drückten und schoben an mir, zerrten und lagen wirklich auf mir um den kleinen nach unten zu drücken, ein wenig Angst hatte ich dann doch aber ich fühlte mich gut aufgehoben. Der Anästhesist, die Hebamme und mein Partner beruhigten mich.

Endlich können wir das Baby im Arm halten

Nach einer gefühlten Ewigkeit war er da, unser kleiner L. erblickte das Licht der Welt, bzw.  des kalten hellen OP’s. Sie hielten ihn kurz über das Tuch und dann ging es erst einmal zum 1. Check. Einen kurzen Moment später lag er dann bei mir und alles fiel von mir ab. Ich konnte meine Tränen nicht mehr zurück halten und auch bei meinem Partner liefen die Tränen. Wir waren überglücklich. Wie ein so kleines Wesen in so kurzer Zeit einem das Herz erleuchten und ein so unbeschreibliches Gefühl von Glückseligkeit geben kann, ist der Wahnsinn. Papa und klein L. durften dann zum Bonding und bei mir wurde die Sterilisation vorgenommen und alles wieder zugenäht. Danach musste ich in den Aufwachraum. Ich durfte erst wieder zu meinem Baby, als ich meine Beine wieder spürte. Ich habe die ganze Zeit versucht sie zu bewegen, habe nichts anderes gemacht, als mich darauf zu konzentrieren, so schnell wie möglich wieder Gefühl in den Beinen zu bekommen. Denn ich wollte natürlich so schnell wie es geht zu meinen Männern. Eine Schwester holte mich ab und schob mich zurück in den Kreißsaal, endlich durfte auch ich mit meinem Baby kuscheln. Ihn riechen, küssen, verliebt anschauen und fühlen. Als die Hebamme mir mitteilte wie sein Gewicht und seine Größe waren, musste ich 2x nachfragen, da ich es nicht glauben konnte, unser kleiner großer Prinz hat ein stolzes Gewicht von 4440g und 56cm. Unglaublich!

Die Zeit steht still

Als wir endlich in unserem Zimmer waren, alleine mit unserem Baby L. konnten wir unsere Blicke nicht von ihm lassen. Mir liefen wieder Tränen über’s Gesicht, weil wir es endlich geschafft haben, unser kleiner Prinz ist endlich in unseren Armen. Dieses unglaubliche Gefühl, dieses kribbeln im Bauch, dies alles lässt einen über die Schmerzen hin weg sehen. Am schlimmsten taten mir zu dieser Zeit meine Rippen weh, da ich eine ordentliche Prellung davon getragen habe, durch das drauf stützen und drücken der Ärzte. Dennoch genossen wir die Zeit und den 1. Tag mit unserem Baby. Am nächsten Tag kamen meine Mädels und das war wohl der emotionalste Tag für mich. Wenn ich daran zurück denke, muss ich schon wieder weinen… es sind Freudentränen. Dennoch muss ich jetzt erst einmal aufhören, da es mich noch sehr anstrengt lange zu sitzen.

Ich wünsch euch einen tollen Tag und freu mich, euch bald wieder zu schreiben.

Liebste Grüße, eure Lana

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