29.01.2014 Wilde Party

Am Wochenende war ich auf einem Geburtstag von einem Bekannten von mir eingeladen. Da hab ich gemerkt, dass einfach was fehlt beim Feiern. Der Spruch „man kann auch ohne Alkohol Spaß haben“ hat zwar seine Berechtigung, aber nicht, wenn man umringt von Leuten ist, mit denen man entweder nicht wirklich reden will, sie nicht reden können, weil sie zu betrunken dafür sind oder lieber tanzen. Ich könnte auch einfach wieder gehen, denke ich. Aber ich sollte das noch genießen, das Ausgehen, unter Leute sein, beweglich sein, Spaß haben – das denk ich auch. Aber zuhause ist gemütlicher. Aber zuhause bist du noch genug. Ich stopfe irgendwelche Chips und dann nehme ich mir von so einem Himbeer-Mascarpone-Nachtisch. Das genieße ich dann auch nicht wirklich, weil wieder irgendwas denkt und spricht. Das ist total ungesund, super viel Zucker, wer weiß, ob da vielleicht auch ein rohes Ei drin ist, soll ich nachfragen? Ne, keine Lust auf Gegenfragen. Ich höre auf zu essen und greife zur nächsten Ersatzbefriedigung: Mein I-Phone. Ich google aus Langeweile nach Ernährungstipps in der Schwangerschaft. Gut ernähren soll man sich, viel Gemüse und Obst. Ach ne. Dann spricht mich ein Typ an und fragt, warum ich denn so alleine herumstehe. Ich lächele aufgesetzt und krampfhaft und lass ihn stehen. Ich geh noch kurz aufs Klo, gucke aus Routine nach Blut, nichts da, also hoffentlich alles okay mit der klitzekleinen Kreatur in mir, und verabschiede mich schließlich beim Geburtstagskind, der mir irgendwas entgegenlallt. Warum ich denn schon gehe würde. Oder so.

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