31.08.14 Endspurt

In einem Monat bin ich bereits Mama. Und fast einen Monat lang hab ich nichts mehr in diesen Blog getippt. Es war sehr viel los. Ich war zum letzten Mal auf Tour (ich bin Sängerin). Meine Jungs und ich (ich könnte auch „meine Band und ich“ sagen, aber so klingt’s cooler) sind in Deutschland und Österreich unterwegs gewesen und mein Freund ist zuhause fast wahnsinnig geworden. Wir hatten uns ordentlich gefetzt, ob ich die Tour überhaupt noch machen dürfe. Er meinte, ich riskiere meine und die Gesundheit unserer Tochter. Das ist ein verdammt blöder Vorwurf. Vor allem, weil ich weiß, dass er ein bisschen damit Recht hat. In der 30. Woche hatte ich nämlich übelste Vorwehen und man sagte mir, ich solle langsamer machen, wenn ich keine zu frühe Frühgeburt haben will. Die können ja dann noch nicht mal selbstständig atmen. Ich hatte richtige Angst und auf einmal wurde mir klar: So fühlt es sich also an. So fühlt es sich also an, wenn man sich um sein Kind sorgt. Ein nicht gutes Gefühl, was wahrscheinlich aber noch sehr oft vorkommen wird. Ich hab daraufhin „den Jungs“ erst abgesagt, dann nach einer Woche mich miserabel fühlen hab ich die Hälfte der Tour abgesagt und die andere wollte ich machen. Man muss dazu sagen, dass ich auf der Bühne weder Luftgitarre spiele, noch tanze, sondern eigentlich nur sitze und singe. Und Singen tut mir und folglich auch dem Baby verdammt nochmal gut. Ich bin also los…. und bereue es nicht. Es war erstmal die letzte Tour und ich wäre bestimmt eine traurigere Mama geworden, wenn ich sie nicht gemacht hätte. Als hätte ich mich mit Töchterchen abgesprochen, war sie auch seitdem ruhig und hat keine Anzeichen mehr gemacht, früher als geplant auf die Welt zu kommen. Tagsüber war es sehr anstrengend, weil es ja so heiß war. Da dachte ich mir auch, dass falls ich je nochmal schwanger werden sollte, dann bitte nicht mehr hochschwanger durch den Sommer kugeln. Ich hab immer lange Röcke oder Kleider getragen, damit man meine geschwollenen Beine und Füße nicht sieht. Ich hab gefühlte 6 Liter Wasser getrunken und alle halbe Stunde irgendwas kleines gegessen. Und bin natürlich im Schatten geblieben, liegend oder sitzend (beides geht auf Dauer ja nicht mehr wirklich gut), während die Jungs sich die Städte angeguckt haben. Und ich hab natürlich weiter Wasser getrunken, während die Jungs ihr Bierchen gezischt haben. Aber ich war auch verdammt froh, wieder zuhause bei meinem Freund zu sein. Und es „geschafft“ zu haben. Ab jetzt werde ich nur noch die Beine hochlegen und Filme gucken und Bücher lesen. Versprochen.

2 Gedanken zu “31.08.14 Endspurt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.