Was Corona mit Wilma macht…

Wilma geht nun schon seit 6 Wochen nicht mehr in den Kindergarten, hat seit dem ihre Freundinnen nicht mehr getroffen und auch sonst nur Kontakt zu uns. In der Anfangszeit lief es erfreulicherweise sehr gut und harmonisch, doch dann

Wilmas Spiel in Zeiten von Corona

gab es Osterferien mit Kurzarbeit und Urlaub. Natürlich wollten auch wir im Urlaub entspannen, doch das ging nicht so recht, denn jemand wollte Aufmerksamkeit. ganz nach dem Motto, keiner muss Arbeiten gehen, dann können alle mich Beschäftigen.

Diese Beschäftigung sieht so aus, dass alle das machen, was Wilma gerne möchte. Natürlich spielen wir gerne mit ihr oder lesen ihr Bücher vor, oder kneten mit ihr, aber unsere Familie besteht nicht nur aus einer Person, sondern aus fünf und alle haben Bedürfnisse und alle müssen in diesen Zeiten ihre Bedürfnisse zurück nehmen. Leider hat Wilma da ganz große Schwierigkeiten. Was einerseits verständlich ist, auf der anderen Seite sehr anstrengend. Ich werde zum Beispiel mindestens 20 bis 30 mal am Tag gefragt, ob ich sie lieb habe und natürlich liebe ich Wilma, aber spätestens nach der 5 Frage muss ich mich echt zusammen nehmen, genau wie nach der 7 Runde Memory.

Ich bin die Bestimmerin

Das würde Wilma gerne sein, das kann sie gut und macht sie gerne. Leider funktioniert das bei uns nicht, denn mit Kindern wird nicht verhandelt.

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