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Zweite Schwangerschaft – was ist anders?

Zweite Schwangerschaft - was ist anders

Zweite Schwangerschaft – was ist anders?

Ich bin aktuell in der 17. Woche schwanger mit unserem zweiten Kind. Diesmal ist vieles anders: unsere Tochter war ein absolutes Wunschkind und wir freuten uns damals unheimlich, dass es nach nur einem Zyklus schon geklappt hatte. Baby Nummer zwei ist ungeplant entstanden und war daher die umso größere Überraschung. Inzwischen bin ich fast in der 18. Woche. Zeit also für ein kleines Zwischenfazit: Zweite Schwangerschaft – Was ist anders?

Zweite Schwangerschaft: emotional ganz anders

Wie oben bereits geschrieben, ist Baby Nummer zwei eine sehr große Überraschung gewesen. Tatsächlich habe ich etliche Wochen benötigt, um meine Gedanken und Gefühle zu sortieren und Zweifel hinter mir zu lassen. Dieses gesamte Gefühlschaos war mir vollkommen neu. Bei unserer Tochter gab es von Beginn an eigentlich fast nur Freude über die Schwangerschaft, keine Sorgen und kaum Ängste.

Dementsprechend freudig und kreativ haben mein Mann und  ich damals auch die Schwangerschaft verkündet, während wir das Geschlecht für uns behalten haben. Nun bei Baby Nummer 2 wissen bisher nur ein paar wenige meiner Freundinnen Bescheid und meine Arbeitskolleginnen. Wahrscheinlich werde ich also beim nächsten Besuch in der Heimat einfach mit kugelrundem Babybauch dastehen und alle auf diese Art überraschen. Das Geschlecht werden wir dabei auch gleich mit verraten. Es noch einmal geheim zu halten, während unsere Tochter bereits weiß, dass sie einen Bruder erwartet ist einfach unrealistisch. (An dieser Stelle möchte ich gern Julias tolle Story zum Geschlechter-Outing empfehlen.)

Zweite Schwangerschaft: eine größere Belastung!

Der größte Unterschied zwischen erster und zweiter Schwangerschaft liegt zumindest für mich in der persönlichen Belastung. Bei Baby Nummer 1 konnte ich mich, wenn ich müde war, einfach hinlegen – zumindest am Wochenende. Mit einem Kleinkind zuhause existiert diese Option natürlich nicht mehr. Ab und zu gönne ich es mir lediglich am Sonntagnachmittag mit unserer Tochter gemeinsam Mittagsschlaf zu machen. Einfach herrlich.

Besonders schwierig waren die ersten circa 14 Wochen, da mir teilweise einfach permanent latent übel war. Ich musste ständig essen, um die Übelkeit im Griff zu behalten. Bei Baby Nummer 1 war mir zwar auch häufig schlecht im ersten Trimester, aber weniger langanhaltend. Aber es heißt ja auch häufig: jede Schwangerschaft ist anders. Diesbezüglich kann ich das auf jeden Fall bestätigen.

Zweite Schwangerschaft: Der Babybauch

Ein großer Unterschied zwischen erster und zweiter Schwangerschaft ist auch die äußerliche körperliche Veränderung. Bei Baby Nummer 1 habe ich mich noch in Woche 12 in meiner 26 Inch Skinny-Jeans gequetscht. Bei Baby Nummer 2 keine Chance! Da brauchte ich schon ab Woche 7 Umstandshosen. Der Bauch tritt einfach sehr viel schneller hervor, wenn Gebärmutter und alles darum schon einmal komplett ausgedehnt waren.

Da ich insgesamt recht schmal gebaut bin, musste ich mir auf Arbeit auch echt etwas einfallen lassen, um das Bäuchlein zu verstecken. Weite Blusen und Cardigans darüber waren da sehr hilfreich. Wären wir jedoch nicht wieder zu 100% ins Home Office gewechselt, wäre es ab Woche 11 wirklich schwierig geworden.

Inzwischen ist der Bauch-Vorsprung zur ersten Schwangerschaft jedoch wieder ausgeglichen. Ich habe wie zuvor auch eine relativ kleine Murmel, dafür dass bald Halbzeit ist.

Größer ist aktuell lediglich die Belastung auf den Beckenboden. Ich muss häufiger auf Toilette. Joggen und hüpfen sind absolut keine Option mehr. So eine erste Schwangerschaft geht eben auch bei guter Fitness und ordentlicher Rückbildung nicht spurlos am Beckenboden vorbei. Mein Frauenarzt beruhigte mich jedoch und meinte, dass das vollkommen normal ist. Beckenbodentraining sollte ich auf jeden Fall erst nach der Geburt wieder betreiben. Bis dahin halte ich mich mit Fahrradfahren und langen Spaziergängen fit.

Verzicht in der zweiten Schwangerschaft

Sehr erfreulich in dieser Schwangerschaft ist, dass mir der Verzicht auf alle Speisen und Getränke, die dem Baby schaden könnten, viel leichter fällt. Salami und Schinken: ich habe schon seit über einem Jahr sowieso kein Fleisch mehr gegessen. Sushi: vegetarisches Sushi schmeckt doch auch! Zigaretten: Was ist das? Habe ich seit meiner ersten Schwangerschaft nicht mehr angefasst. Alkohol: siehe Zigaretten. Klar habe ich vor der zweiten Schwangerschaft gelegentlich ein Glas Wein getrunken, aber Partys und große Anlässe waren aufgrund von Corona ja ohnehin gestrichen. Und inzwischen kenne ich auch alle meine alkoholfreien Lieblingsgetränke, wenn es doch mal was „Besonderes“ sein soll.

Was zudem hilft, ist bereits ein gesundes, tolles Mädchen zu Hause zu haben. Jeden Tag staune ich über ihre Entwicklung, neue Worte die sie sprechen kann oder Dinge, die sie versteht. Es ist keinen Schluck Alkohol wert, den kleinen Jungen in meinem Bauch bewusst der Gefahr auszusetzen, sich nicht ebenso toll entwickeln zu können.

Denn trotz aller Unterschiede zwischen Baby 1 und Baby 2 – aller oberste Priorität hat natürlich die Gesundheit des kleinen Menschen, der in mir heran wächst. Und dafür nehme ich sämtliche Unannehmlichkeiten und Verzicht gern in Kauf.

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