Es ist alles eine Phase

Die Kleine ist jetzt zehn Wochen alt und sieht aber eher aus wie drei Monate. Da sie ja so arg zu spät kam, kommt das aber nach E.T. auch fast hin. Im zweiten Lebensmonat ist sie so gewachsen und hat sich so rasant entwickelt, dass ich selbst kaum mehr hinterherkomme.

Täglich denke ich mir bei vielen kleinen Sachen „das kann sie ja aber noch gar nicht“ – bis sie es dann tut. Inzwischen brabbelt sie vor sich hin, lächelt als Reaktion auf Dinge, strampelt und schlägt nach Sachen und wirkt insgesamt total aufgeweckt und als würde sie alles mitbekommen. Kein Vergleich zu dem schreienden Würmchen, das wir aus dem Krankenhaus mit nach Hause genommen haben.

Die Erkenntnis: „Es ist alles eine Phase“. Meine Freundinnen hatten recht – immer wenn man sich gerade auf was eingestellt hat, ändert das Baby den Plan. Das kann gut sein, aber auch bitter. Wenn es sich zum Beispiel um Schlafenszeiten handelt. Auf einmal schläft das Kind nicht mehr am meisten und tiefsten zwischen 22:00 und 7:00 Uhr, sondern zwischen 20:00 und 5:00 Uhr. Das kommt mir nicht so entgegen. Dafür ist die stillfrequenz von 1,5 auf 2-3 Stunden drastisch gesunken.  Außerdem kann man sich nie sicher fühlen – nachdem die Tendenz stark dazu ging dass ich die kleine immer öfter immer länger ablegen konnte, möchte sie im Moment dauernd am Körper getragen werden. Die „Ohje ich wachse“-App sagt dazu, dass gerade ein Entwicklungssprung bevorsteht und zeigt graue Wolken an. Das macht die blöde App aber gefühlt alle zwei Wochen, davon kann ich mir also auch nichts kaufen.
Aktuell wohnt das kleine Känguru also im Tuch, und ich denke immerzu „Es ist alles nur eine Phase“.

Eines muss man ihr aber lassen: sie ist gern unterwegs – egal ob zu Fuß, Tram, U-Bahn, Bus oder Auto, das Kind strahlt oder schläft. Ich bin also müde aber fröhlich mobil. Bitte lass das nicht auch eine Phase sein!

 

Quelle: Bild © privat

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