Wilde Zeiten

 

Im Moment komme ich leider nicht so of dazu, zu schreiben, wie ich es gerne hätte. Bei uns sind turbulente Zeiten. Mein Mann hat den Job gewechselt und da gab es jetzt viel zu erledigen, wodurch ich ständig die Kleine hatte. Nachdem wir zuvor zwei Wochen Urlaub zu dritt genießen konnten für mich ziemlich anstrengend wieder hauptsächlich allein für das Kind zu sorgen.

Irgendwie habe ich ohnehin das Gefühl, dass 2019 total ereignisreich wird, ich muss selber ja auch noch auf Jobsuche gehen. Dazu habe ich jetzt endlich meine Bewerbung fertig gemacht, was mit einem 4 Monate alten Baby in 20 Minuten Etappen geschehen musste. 

Die Kleine wird aber von Tag zu tag lustiger und auch menschlicher. Nachdem wir am Anfang das Gefühl hatten, sie ist wie ein kleines Tierchen nur instinktgesteuert, entwickelt sie jetzt schon total Charakter und man kann super Scherze mit ihr machen. Langsam geht es weg vom total schutzlosen Minibaby, sie ist echt groß und robust. Inzwischen kann sie sich auf den Bauch drehen, ihren Kopf super halten, und isst Mittags ihren ersten Brei. 

Die Kleine und ich gehen jetzt außerdem gemeinsam zum Babyschwimmen. Ich bin ja nicht so der Typ für Kurse – irgendwie beinhaltet das auch immer Singen und Mutti-Smalltalk. Ich bin aber echt froh, dass wir den Schwimmkurs geschenkt bekommen haben, das ist nämlich total süß und macht echt Spaß. Ich hatte den Niedlichkeitsfaktor komplett unterschätzt, der automatisch entsteht wenn zehn Babies zusammen im Wasser planschen. Man sieht total wie sie aufblühen und ihren Köper ganz anders wahrnehmen. DIe erste Stunde war ein einziges Staunen von Babyseite. 😉
Man hört es ja immer wieder aber checkt es erst so richtig wenn es einem selber passiert: die Entwicklung kleiner Menschen ist rasend schnell. Die Kinder anderer Leute fand ich bisher durchaus niedlich und auch interessant, aber wenn man das kleine Wesen selbst produziert hat ist es natürlich nochmal was anderes. Es fühlt sich an wie gestern, als sie ein winziges Würmchen war, und jetzt isst sie völlig selbstverständlich und sperrt den Mund weit auf, wenn ich ihr Brei gebe. Im Moment kommen fast täglich neue Features hinzu, sodass ich selbst damit zu kämpfen habe, was sie eigentlich im Moment kann oder mag, obwohl ich unter der Woche fast 24 Stunden mit ihr zusammen bin. 

Das kann total schön aber auch anstrengend sein, ich rufe mir aber immer wieder in Erinnerung, dass sie superschnell groß wird und ich die Zeit genießen sollte. Und andersherum – dass es auch wieder andere Zeiten geben wird, wo ich dann mehr für mich selbst tun, und auch mal Abends wieder ausgehen kann.

Es ist also gerade eine wilde Zeit mit vielen neuen Dingen, die total fordernd ist, aber auch mega Spaß macht. Ich brauche zwar viel Energie und falle abends direkt nach dem Baby ins Bett (sie schläft 1. nicht allein und 2. noch so unruhig dass ich sonst am nächsten Tag total zerstört wäre), aber es lohnt sich total!

 

Quelle: Bild © privat

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