Introduction

Beikoststart – lasset die Essensschlacht beginnen!

Baby wird mit Brei gefüttert

Beikoststart – lasset die Essensschlacht beginnen!

Ein Löffelchen für Mama, ein Löffelchen für Papa – satt. So ungefähr begann bei uns der Beikoststart. Sehr entspannt und ohne die befürchtete Essensschlacht, bei der Brei mehr im Gesicht verteilt, als gegessen wird. Die sollte erst später kommen.

Die beim ersten Mal verspeiste Menge war in etwa so viel wie ein Eiswürfel, danach war der kleine Wurm bereits satt. Oder vielmehr fertig mit dem Experiment “feste Nahrung” – sofern man fein pürierte Karotte auch nur annähernd als fest beschreiben kann. Die kleine Raupe Nimmersatt war natürlich noch längst nicht fertig mit der Nahrungsaufnahme, auch wenn die Neugier auf die orangefarbene Paste, die auf einem überaus interessant anmutendem Gerät (Löffel) gereicht wurde, zunächst gesiegt hatte. Aber seit sechs Monaten war klar: Muttermilch ist “the one and only” in der Kategorie Nahrung. Solche Glaubenssätze schmeißt man ja nicht von heute auf morgen über Bord.

Beikoststart – wann, wie, was?

Wir sind also inzwischen in die nächste Phase eingetreten. Hallo Beikost, tschüss Muttermilch. Halt. Stop! Selbstverständlich geht so eine Nahrungsumstellung nicht von null auf hundert. Von einem Eiswürfel Karottenbrei wird ja auch kein Mensch satt, nicht mal die ganz kleinen unter uns. Beikoststart heißt genau so, weil es sich um Beikost, also bei- sprich zugefütterte Kost handelt. Die Milch bleibt erst mal für eine längere Zeit noch das Hauptnahrungsmittel. Aber erst mal einen Schritt zurück.

Wann fängt man denn überhaupt mit der Beikost an?

Die WHO empfiehlt sechs Monate voll zu stillen, also keine andere Nahrung außer (Mutter-)Milch zu geben, bevor mit dem Zufüttern von (nicht ganz so) fester Nahrung begonnen und die Stillmahlzeiten immer weiter reduziert werden.
Unser Kinderarzt sprach bereits im vierten Monat davon, dass wir ja mit Beginn des fünften Monats mit der Beikost starten könnten. Auf vielen Gläschen liest man auch ab dem 5. Monat, es ist also durchaus okay, bereits so früh mit dem Brei zu beginnen.
Am Ende hat jedes Kind seinen eigenen Rhythmus. So gibt es auch einige Anzeichen, die auf eine Beikostreife hindeuten können.

So heißt es zum Beispiel, dass die Fähigkeit (mit wenig Unterstützung) aufrecht zu sitzen ein wichtiger Indikator ist. Erst dann ist der Darmapparat des Babys ausgereift genug, die feste Nahrung zu verarbeiten und zu befördern. Zeigt das Baby außerdem offenkundig Interesse, wenn die Eltern essen und folgt dem Löffel/der Gabel mit den Blicken, so ist das ein weiteres Zeichen, das für die Beikostreife spricht. Und zuletzt, aber am wichtigsten: das Baby ist in der Lage seinen Zungenstoßreflex zu unterdrücken, sprich es schiebt feste Nahrung nicht mehr aus dem Mund. Wäre sonst ziemlich schwer satt zu werden.
Ich sage aber bewusst Anzeichen, die auf eine Beikostreife hindeuten können, denn auch wenn das Baby augenscheinlich über eine Beikostreife verfügt, gibt es keine Garantie, dass der Brei auch wirklich seinen Weg in den Mund und weiter hinunterfindet. Manche Babys brauchen einfach länger, bis sie sich an das Gefühl, die Konsistenz und/oder den Geschmack gewöhnen. Und selbst wenn der erste Schritt getan ist, bleibt er erstmal bei Spatzen Portiönchen, die man langsam aber sicher über Wochen hinweg steigert. Kleiner Spoiler: sechs Wochen nach Beikoststart haben wir immer noch nicht konstant die Menge einer vollen Mahlzeit erreicht.

Wie der Beikoststart laufen kann, was es zu essen gibt und wie die weiteren Schritte sind, erzähle ich euch im nächsten Beitrag.

Bis dahin packt eure Brüste (oder Milchflaschen) noch nicht weg, ihr werdet sie noch eine ganze Weile benötigen. Wer den oben verlinkten Artikel nicht gelesen hat: auch hier hat die WHO eine Empfehlung, nämlich gerne bis zum vollendeten zweiten Lebensjahr.

Photo by hui sang on Unsplash

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