Introduction

Ein Stück Freiheit zurück

Freiheit

Ein Stück Freiheit zurück

Der Mai ist mehr oder weniger an mir vorbei gezogen. Nicht nur durch die Lockerung bekommen wir ein Stück Freiheit zurück. Ich habe abgestillt und auch das fühlt sich wie ein Gewinn an Freiheit an.

Stück für Stück

Letztes Mal habe ich euch von meiner Streptokokken-Infektion berichtet. Ich war – dank Antibiotikum – endlich auf dem Weg der Besserung, doch leider hatte ich mich zu früh gefreut. An meinem 1. Muttertag, auf den ich mich so gefreut habe, ging es mir auf einmal wieder deutlich schlechter. Ich hatte wieder Fieber und fühlte mich hundeelend. Somit lag ich an diesem sonnigen Tag mehr oder weniger nur auf der Couch. Da es auch zwei Tage später nicht besser war, bin ich also nochmal zum Arzt.

Es wurde wieder ein Corona-Test gemacht und dieser war auch wieder negativ. Ich bekam eine Überweisung zum HNO-Arzt. Der nächste Abstrich folgte. Wieder positiv auf Streptokokken. Na prima, vermutlich habe ich mich selbst wieder angesteckt. Entweder an der Zahnbürste oder ähnlichem.

Erzwungene Freiheit

Da es mir schon sehr schlecht ging und der HNO nicht riskieren wollte, dass sich die Streptokokken aufs Herz legen, verschrieb er mir ein sehr starkes Antibiotikum. Mit diesem darf man allerdings nicht stillen. Na super. Ich habe mir bereits viele Gedanken ums Abstillen gemacht, schließlich wollte ich ja bereits im Januar damit aufhören, nun hatte es sich aber gut eingependelt. Wir gaben morgens ein Fläschchen, mittags und abends haben wir Beikost gegeben und zum Einschlafen und nachts wurde gestillt. Das nun auf einmal komplett aufzugeben, aufgeben zu müssen, machte mich doch sehr fertig.

Aber es half ja nichts. Ich muss auch auf mich schauen. Eine kranke Mama hilft meinem Kleinen auch nicht weiter. Also habe ich das starke Antibiotikum genommen und wir haben auch abends und nachts die Flasche gegeben. Als ob unser Bubi gespürt hätte, das es nicht anders geht – hat er es direkt ohne Probleme angenommen.

Wie fühlt es sich an? Ein Stück Freiheit zurückzubekommen?

Körperlich hatte ich stark zu kämpfen. Die Infektion, die mich nun fast vier Wochen begleitet, das Antibiotikum und natürlich auch das Abstillen waren sehr anstrengend. Seit einer Woche geht es mir nun Gott sei Dank deutlich besser. Wir haben unseren Pool aufgebaut und hatten Besuch – Wow, das hat richtig gutgetan. Zur Feier des Tages habe ich mir dann auch ein Glas Hugo und eine Zigarette gegönnt und ich muss sagen – so fühlte sich für mich in dem Moment Freiheit an.

Ich liebe meinen Sohn mehr als alles andere auf der Welt. Aber meinen Körper nun wieder ganz für mich zu haben – zu trinken und zu essen, was ich möchte und auch mal wieder eine zu Rauchen ist Luxus. Ich weiß, wie dumm es ist, nach über einem Jahr ohne Zigaretten wieder eine in die Hand zu nehmen. Aber für mich war eine Zigarette immer Stressabbau und eine kurze Ruhepause und auch ein Stück weit Freiheit.

Für mich ist hier nun Schluss. Ich durfte euch mitnehmen durch die spannende Zeit meiner Schwangerschaft. Das Schreiben hat mir Trost gespendet nach der nicht ganz einfachen Geburt und die ersten Monate unseres Wunders habe ich doppelt intensiv erleben dürfen. An dieser Stelle herzlichen Glückwunsch an Julia zum dritten Kind. Habt eine spannende Kennenlernzeit und alles Gute für alles, was euch bevorsteht.

Bleibt gesund.

Eure Sandra

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