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Ein Monat doppeltes Familienglück

doppeltes Familienglück

Ein Monat doppeltes Familienglück

Einen Monat ist es nun schon her, da erblickte unser Sohn das Licht der Welt. Allerhöchste Zeit nun also, hier einmal von unseren ersten Wochen im doppelten Familienglück zu berichten.

Per Express ins doppelte Familienglück

In den Wochen vor der Geburt hatte ich fast täglich mal schwächere, mal sehr starke Senkwehen. Und so war ich mir, als an einem Dienstagabend die Geburtswehen einsetzten, nicht einmal sicher, ob es nun losgeht oder nicht. Dieser Zustand hielt etwa eine Stunde an, in der ich immer wieder in Erwägung zog, in die Badewanne zu gehen, um Klarheit zu erlangen. Denn eine alte Faustregel lautet: Wehen werden schwächer in der Badewanne – Senkwehen. Werden sie stärker, sind es echte Wehen.

Heute kann ich mein Glück kaum fassen, dass ich doch nicht in der Badewanne war, denn dann wäre unser Sohn höchstwahrscheinlich genau dort auf die Welt gekommen.

Stattdessen rief mein Mann noch gerade rechtzeitig den Krankenwagen, der mich in die 25 Minuten entfernte Klinik brachte. Angekommen im Kreissaal begannen direkt die Presswehen und keine 20 Minuten konnte ich bereits die Nabelschnur durchtrennen.

mit baby ins Familienglück

Photo by Christian Bowen on Unsplash

Papa musste leider daheim bei unserer Großen bleiben, bis die Oma 400km angereist kam. Aber selbst wenn Freunde aus dem nahegelegenen München zum Babysitten vorbei gekommen wären, hätte Papa es nicht mehr rechtzeitig geschafft… Immerhin ein kleiner Trost.

Im gesamten Gefühlstaumel um diese sehr flotte Geburt konnte ich es kaum fassen, dass die Schwangerschaft nun vorbei war. Und dass ich die Geburt, die natürlich trotzdem ausreichend schmerzhaft war, so schnell hinter mich gebracht hatte.

Ein zweiter Punkt, über den ich unfassbar dankbar bin.

Große Schwester – Kleiner Bruder

Nach zwei Tagen konnten Baby und ich bereits die Klinik verlassen. Wenn auch in meinem Fall noch auf sehr wackeligen Beinen. Ich wollte jedoch schlicht nicht noch länger von unserer großen Tochter getrennt sein, die mich aufgrund der Corona-Beschränkungen nicht im Krankenhaus besuchen durfte.

Ihre Reaktion auf ihren Bruder könnte man wohl am ehesten als freudige Überraschung und Überforderung bezeichnen. In den ersten Tagen und teilweise noch heute kommentierte sie alles, was ihr Bruder tat. „Das Baby weint.“ „Oh, er strampelt.“ „Er hat ein Geräusch gemacht.“

Und während große Eifersuchtsdramen bisher glücklicherweise ausblieben, hilft sie aktuell gern beim Windeln wechseln und baden und ist meist sehr geduldig, wenn Baby gestillt wird. Klopf auf Holz, dass wir diese Familienglück so erhalten können!

Wenn dich die Mutterliebe überrollt

Während sich mein Körper langsam von der Geburt erholte, begann auch eine emotional aufregende Zeit. Um ganz ehrlich zu sein, hatte ich die gesamte Schwangerschaft über Bedenken, wie es mir wohl nach der Geburt gefühlsmäßig gehen würde. Würde ich es problemlos schaffen, eine stabile Bindung zu diesem Baby aufzubauen? In diesem Beitrag habe ich ja bereits geschrieben, dass die Schwangerschaft ungeplant war und ich zeitweise sehr damit gehadert habe.

Doch dann lag plötzlich diese kleine Baby vor mir, noch über die Nabelschnur verbunden, winzig, schreiend und hilfsbedürftig. Und obwohl ich irgendwie auch mit der Situation überfordert war, weil alles so unheimlich schnell ging und ich bis auf Hebamme und Arzt alleine war, wusste ich: „Ich bin deine Mama. Und ich werde dich genauso sehr lieben wie deine große Schwester. Dich umsorgen und alles in meiner Macht stehende tun, damit es dir immer gut geht.“ Und in den darauffolgenden Stunden fühlte ich mich gerade zu von einer Welle der Liebe überrollt. Eine Liebe, die von Tag zu Tag immer nur noch weiter wächst. Mit jeder Stillmahlzeit, mit jeder Stunde die wir auf der Couch kuscheln und jeder Minute, die ich ihn in den Schlaf wiege. So unfassbar kitschig es auch klingt.

Zudem sieht unser Sohn unser Tochter einfach wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich und ist wie auch sie ein eher pflegeleichtes Baby. So konnten wir die Kennenlernzeit richtig genießen, ganz in Ruhe mit viel kuscheln und dösen, während die Große in der Kita ist. Nachmittags kommt sie dazu und bringt natürlich etwas Trubel mit. Aber da sie ohnehin nach dem aufregenden Kindergarten gern puzzelt, Bücher anschaut oder malt, gestalten wir auch die gemeinsame Zeit zu viert meist eher ruhig. So binden wir auch unser neues Familienmitglied in den Familienalltag ein und geben dabei unser Bestes, beiden Kindern gerecht zu werden.

Familienglück mit neuem Baby

Photo by Aditya Romansa on Unsplash

Nun freuen wir uns auf unser erstes Weihnachtsfest im doppelten Familienglück. Ich werde euch auf jeden Fall weiter auf diese Reise mitnehmen.

 

Titelbild: Photo by 🇸🇮 Janko Ferlič on Unsplash

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