Zurück aus der Versenkung

Jetzt hat es leider doch ganz schön lang gedauert, dass ich mich seit meinem letzten Post zurückmelde. Die Kleine kam einfach 13 Tage zu spät und jetzt ist sie drei Wochen alt 🙂  

Es war alles recht turbulent und anstregend: erst mussten wir eine Woche lang täglich ins Krankenhaus weil sie so weit überm E.T. war. Das wäre eigentlich nicht schlimm gewesen aber wir sprechen hier von Wartezeiten von drei bis sechs Stunden, auf unbequemen Metallbänken. Wie man so einen Wartebereich vor einem Kreissaal einrichten kann, ist mir echt ein Rätsel. Es gab nicht mal einen Getränkeautomaten oder so.

Nach der Woche war ich eigentlich schon erledigt. Immer wieder kam die Diskussion auf, wann man einleiten sollte. Ich wollte aber so lang wie möglich warten, da alles bestens aussah und die Kleine noch super versorgt war.

An dem Tag an dem wir ausgemacht hatten am übernächsten Tag einzuleiten, weil am nächsten Tag der Geburtstag meines Mannes war, platzte dann abends die Fruchtblase. Wir sind also ins Krankenhaus, er hat sein Geschenk mitgenommen und um 0:00 Uhr trafen wir im Kreissaal ein. Zunächst sah alles so aus, als würden die Geburtstage aufeinandertreffen, aber die Wehen gingen nicht von selbst los. – Die Geburt wurde dann Mittags eingeleitet. Es stellten sich aber erst Abends richtige Wehen ein, die kaum produktiv aber sehr schmerzhaft die ganze Nacht dauerten. Am Morgen des zweiten Tages reichte es mir, und ich verlangte nach einem Kaiserschnitt. Zum Glück wurde ich doch noch überredet es mit einer PDA und dem Wehentropf zu versuchen. Das lief dann nämlich recht gut, fünf Stunden später war die Maus dann da. 

Die Geburt selbst habe ich als ein zwar schmerzhaftes und krasses aber auch ergreifendes und schönes Erlebnis in Erinnerung. Das ganze Heckmeck vorher und die lange Einleitung hätte ich mir gerne erspart. Aber irgendeinen Tod muss man wahrscheinlich sterben, und dafür ging es mir ja in der Schwangerschaft größtenteils gut.

Die Wochenbettstation war leider auch nicht so toll. Die Mitarbeiter haben sich nach Kräften bemüht, waren aber unterbesetzt, und es war so voll, dass ich kein Einzelzimmer bekam. Dafür kam alle halbe Stunde irgendwer, der eine Untersuchung machen wollte, oder Essen brachte. – An Schlaf war wieder nicht zu denken. Nachdem ich also in Summe fünf Nächte kaum geschlafen hatte, war ich dann superfroh endlich zu Hause zu sein. 

Leider waren die ersten paar Nächte daheim auch wenig erholsam, weil das Baby erstmal noch total aufgewühlt war. Mittlerweile haben wir uns aber schon ganz gut aneinander gewöhnt und es klappt immer besser und entspanter. Schlafen können wir Nachts auch öfters mal 3-4 Stunden am Stück. Aktuell schläft sie auf meinen Knien während ich auf dem Stillkissen den Laptop balanciere und gestern waren wir zum ersten mal vor der Tür.

Bei Geburt hatte sie 55 cm und 3890 Gramm, inzwischen haben wir eine Kleidergröße mehr und 4350 Gramm. Ich bin gefühlt den ganzen Tag am stillen, was echt anstrengend ist, bin aber froh dass der kleine Mops wächst und gedeiht. Erstmal haben wir uns also ganz gut eingefunden, und ich bin jetzt schon gespannt, was die Kleine noch so für Überraschungen bereit hält. Es zeichnet sich jedenfalls schon ab, dass es interessant wird mit ihr.  🙂

 

Quelle: Bild © privat

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