18.09.2013 – Wiesn ohne mich

Ein bisschen wehmütig bin ich ja schon, dass das Oktoberfest diesmal ohne mich stattfinden wird. Der Gang zur Theresienwiese wurde während meiner Studienzeit in München zur Tradition und die habe ich auch nach meinem Wegzug aus der Landeshauptstadt sorgsam gepflegt.

Aber Karla ist einfach noch zu klein, um mit zu kommen. Da ich voll stille und sie nach wie vor jede Flasche ablehnt, kommt es auch nicht in Frage, ohne sie nach München zu fahren. Und mal ganz ehrlich: Wiesn ohne Maß ist wie ein Sommer ohne Sonne – macht einfach keinen Spass!

Ich freue mich einfach auf’s nächste Jahr. Dann kommt Karla mit, natürlich nicht ins Zelt, aber ein Spaziergang über die Festwiese ist bestimmt drin. Um mir die Wartezeit zu verkürzen, habe ich schon einmal ein ganz reizendes Baby-Dirndl für sie besorgt!

babydirndl

11.09.2013 – Wow!

Es ist der Hammer, wie sehr sich mein kleines Mädchen schon entwickelt hat. Am Anfang hat sie so zerbrechlich gewirkt – und ein bisschen alien-mäßig. Jetzt ist aus ihr schon ein richtiges kleines Menschlein geworden. Sie schielt nicht mehr so quer an einem vorbei, sondern fixiert richtig – man kann Blickkontakt herstellen. Sie greift und spielt mit Tüchern. Und wenn man sie auf den Bauch legt, dann kann sie ihren Kopf schon eine gute Weile oben halten. Fast zwei Monate ist sie jetzt alt. Ich bin gespannt, was da noch kommt!

2 Monate

Große Lust auf Alkohol habe ich immer noch nicht, aber ich muss gestehen, dass ich kürzlich ein Glas Weißwein mit meinem Mann getrunken habe. Karla war im Bett und da sie zur Zeit eine wirklich lange erste Schlafphase hat, war das auch ok. Aber es ist wie verhext: Sobald ich einen Schluck Alkohol getrunken habe, bekomme ich sofort Lust auf eine Zigarette. Geraucht habe ich natürlich nicht, aber ich dachte, das Thema wäre endlich durch – Pustekuchen. Finde ich gar nicht gut.

Und natürlich: Herzlich willkommen, kleiner Janosch! Alles Gute, liebe Andrea!

 

02.09.2013 – Ernüchterung

Leider hat mein Plan „Abpumpen – Feiern gehen“ nur sehr unzureichend funktioniert (am Samstag war die Geburtstagsparty einer guten Freundin und ich wollte mal wieder alleine raus).

Erstens: Abpumpen macht keinen Spass! Es dauert ewig (zumindest mit einer handbetriebenen Pumpe, wie’s mit einer elektrischen aussieht, kann ich nicht sagen) und man fühlt sich wirklich wie eine Milchkuh. Die Milch fließt auch nur Weiterlesen

30.08.2013 – Pump it!

Ich habe mir eine Milchpumpe gekauft. Der Plan sieht folgendermaßen aus: Ich pumpe heute und morgen tagsüber fleißig ab und gehe morgen Abend auf die Geburtstagsfeier einer guten Freundin. Chris bleibt daheim und füttert Karla mit der Flasche. Die Kleine schläft nachts zur Zeit auch immer richtig lange, so dass ich guten Gewissens ein oder zwei Gläschen Sekt trinken kann. Ein erstes Stück Freiheit. Mal sehen, wie’s klappt!

Milchpumpe

28.08.2013 – Tragen, Tragen, Tragen…

…heißt die Devise. Ich glaube, ich habe schon mehrere Marathons auf unserem Flur absolviert – mit einem immer schwerer werdenden Paket auf dem Arm. Mir tut alles weh: Mein Rücken, meine Knie und vor allem mein linker Ellbogen. Habe ich etwa einen Tennisarm? Ich kann mich noch daran erinnern, dass meine Mutter so eine komische Schiene am Arm trug, als mein jüngster Bruder noch im Tragealter war. Jetzt weiß ich, warum.

Bei meiner Freundin Julia (sie hat ein Baby, das zwei Wochen älter ist als meine Kleine) wurden die Rückenschmerzen irgendwann so schlimm, dass sie den Notarzt rufen musste. Der hat ihr ein Medikament verschrieben, das Oxazepam heißt. Ein ziemlicher Hammer, glaube ich. Ich hoffe, so weit kommt es bei mir nicht. Ich hätte dann echt arge Bedenken, weiter zu stillen.

23.08.2013 – medium rare

Gestern Abend waren Chris und ich essen (Karlachen war auch dabei, sie hat in ihrer Babyschale schön geschlummert). Es gab Steak! Für mich das erste Mal seit der frohen Botschaft wieder so wie es sich gehört: Medium rare.

Dazu allerdings kein schönes Glas Wein, wie ich’s vor der Schwangerschaft getrunken hätte, sondern nach wie vor Apfelsaftschorle – ich stille schließlich voll und das bedeutet, dass mein kleines Butzelchen etwa alle zwei Stunden trinkt. Nach dem Stillen ist also auch immer vor dem Stillen und ich will ihr natürlich keine „Milch-Martini“ kredenzen.

Steak medium rare

15.08.2013 – Der erste Monat ist geschafft

Seit einem Monat bin ich nun Mama und es ist ein wahrer Gefühlssturm. Natürlich bin ich voller Liebe und glücklich, aber ich fühle mich auch oft erschöpft und überfordert. Karla weint viel. Nicht ZU viel – sie ist kein Schreibaby – sie will einfach viel getragen werden und das strengt mich an. Sie schläft tagsüber fast nur, wenn ich sie herumschleppe oder sie auf meinem Bauch liegt (eigentlich schläft sie auch nachts hauptsächlich auf meinem Bauch).

Und sie hat oft Bauchweh – das merke ich daran, dass sie ihre Beinchen ruckartig anzieht und weint. Wir versuchen dann immer, ihr mit „Pupsgymnastik“ zu helfen. Chris kann das besonders gut: Zuerst übt er mit seinen großen Händen vorsichtig Druck auf ihr Bäuchlein aus, im Anschluß winkelt er ihre Knie an und schiebt sie Richtung Bauch. Meistens kann Karlachen dann pupsen oder kackern, auf jeden Fall entspannt es die Kleine. Ich bin dabei leider nicht so erfolgreich, ich glaube, ich bin nicht geduldig genug (und meine Hände sind zu klein).

Pupsgymnastik

Ich mache mich auch total verrückt, weil ich denke Weiterlesen

25.07.2013 – Die Geburt und die ersten 10 Tage

Klein-Karla

Karla schläft – mal schauen, wie lange – ich werde auf jeden Fall kurz versuchen, den Gefühlssturm, dem ich die letzten 12 Tage ausgesetzt war, zu beschreiben.

Allem voran: Die Geburt war das Krasseste, das ich je erlebt habe. Eine wahre Naturgewalt, auf die kein Geburtsvorbereitungskurs wirklich vorbereiten kann. Ich hatte noch nie solche Schmerzen.

Rückblickend bin ich fast ein bisschen enttäuscht, dass ich mir doch eine PDA legen ließ, aber Karla wollte zuerst als Sternengucker zur Welt kommen, so dass ich sehr früh einen sehr starken Pressdrang spürte und ich habe es nicht geschafft, das wegzuatmen. Ich war auch ganz schön kaputt, schließlich hatte ich zwei Nächte nicht geschlafen.

Durch die PDA konnte ich mich dann aber soweit entspannen, dass sie sich in meinem Becken noch gedreht hat und dann doch mit dem Gesicht nach unten heraus kam. Deshalb ist ihr Gesichtchen ziemlich schief, wie ein Preisboxer sieht mein kleines Mädchen aus.

Tatsache ist aber, dass die Schmerzen sofort in Vergessenheit geraten, wenn man es geschafft hat und das Bündel auf den Bauch gelegt bekommt (sie hat mir erst mal auf’s Hemd geschissen, hehe). Es ist der absolute Hammer!

Es war ja eine ambulante Geburt, so dass wir recht schnell nach Hause gefahren sind (Karla kam um 23.11 Uhr und wir waren etwa um halb 2 daheim). Wir waren so kaputt, dass wir alle drei in einen komaähnlichen Schlaf gefallen sind – meine Hebamme kam am nächsten morgen um 9.15 Uhr und wir sind erst kurz vorher aufgewacht.

Sie hat mir dann einige Tipps zum Stillen gegeben, Karla wurde gewogen und gewaschen und bei mir wurde der Gebärmutterstand getastet; außerdem hat sie mir ein Paracetamolzäpfchen gegeben – falls die Nachwehen zu heftig werden. Das ist eh fies: Meine Brustwarzen tun beim Stillen heftig weh und dann löst das beim Stillen ausgeschüttete Hormon Oxytocin auch noch Nachwehen aus, die durchaus unangenehm sind. Bis jetzt habe ich es aber noch nicht gebraucht.

Das mit den schmerzenden Nippeln wird jetzt aber besser – die Hebamme meinte auch, es dauert etwa 10 Tage, bis man sich daran gewöhnt hat. Und siehe da: Es stimmt. Man muss es einfach lernen – das Baby hat es schließlich auch noch nie gemacht.

Chris kümmert sich auf jeden Fall rührend um uns: Er arbeitet von zu Hause aus und hat sein Büro bei uns im Schlafzimmer aufgeschlagen, kocht mir Tee und leckeres Essen. Wir sind eine richtige kleine Familie.

Ach ja, an Alkohol denke ich zur Zeit natürlich überhaupt nicht. Auch der für’s Anstossen kaltgestellte Schampus steht immer noch unangetastet im Kühlschrank. Schließlich will ich, dass meine Muttermilch möglichst frei bleibt von für’s Kind schädlichen Substanzen. Das heißt: Weiterhin keine Zigaretten, kein Alkohol und (wenn möglich) keine Medikamente!!

 

 

 

17.07.2013 – Herzlich willkommen, kleine Karla!

Sie ist da! Am Montag um 23.11 Uhr hat sie das Licht der Welt erblickt. Ich bin noch fix und alle, aber unglaublich glücklich… alles weitere dann im nächsten Post, jetzt ist erst mal kennenlernen angesagt!

Erst ein paar Stunden auf der Welt

14.07.2013 – Die Wehen

Langsam geht es los… ich hatte gestern schon recht regelmäßige Kontraktionen, die nachts so stark wurden, dass ich heute morgen ins Geburtshaus gefahren bin. Allerdings wurde ich auch gleich wieder nach Hause geschickt, mit zwei pflanzlichen Beruhigungstabletten und einem Buscopan-Zäpfchen; damit ich entspannen kann – ich hatte ja kaum geschlafen.

Mittlerweile kommen die Wehen etwa alle 12 Minuten und der Schmerz ist noch ganz gut ertragbar – wiederkommen soll ich bei einem Abstand von 5 Minuten. Ich bin gespannt, wie lange es noch dauert bis dahin. Morgen früh wäre ich um 9.00 Uhr sowieso wieder im Geburtshaus – zur Kontrolle der Herztöne. Mal schauen, ob ich schon früher einrücken muss! Mein Klinikkoffer und der Maxi-Cosi sind auf jeden Fall schon im Auto….